Di 04.09.2007 15:48 Uhr | | Das Pferd zum Freund
Wo wäre der Mensch den geblieben
hätte er nicht zum Freunde das Pferd
Es hilft dir schon tausend Jahre
kennst überhaupt seinen Wert?
Es trug dich geduldig durch Berge,
zog den Wagen und pflügte das Tal,
im Krieg half es mutig dir siegen,
wie oft litt es Schmerz und Qual?
Auch ein Pferd hat ein Recht, wenn es müde ist,
auf Rast und Ruhe, wie du,
drum dank ihm die Treue
lass ihm die paar Jahre,
zeig ein Herz,
denn sie stehen ihm zu.
Doch wehe, wenn krank es geworden
weil der Mensch oft die Grenzen nicht kennt,
dann wird es verkauft und verlassen,
das Pferd, das er Freund so oft nennt.
Dann steht es Zusammengetrieben,
verlassen in Markthalle 8
sucht vergebens sein neues Zuhause
und wird dann zur Schlachtbank gebracht.
Mit Angst in den so treuen Augen,
beim letzten Weg voller Qual,
blickt suchend nach dir in der Runde
und wiehert dir zu ein letztes Mal
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Mit dem Kopf des Pferdes denken,
Mit dem Herzen des Pferdes fühlen.
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Di 04.09.2007 15:22 Uhr | | Einhorngesang
Vernimmst du den silbrig glockigen Klang?
Die Schönheit von magischen Einhorngesang?
Erzählend von göttlicher Liebe und Glück?
O elender Mensch, warum hörst du ihn nicht?
Dein Herz viel zu kalt,
in ihm sitzt Gewalt!
Vom Hasse verdorben,
die Liebe gestorben!
Die Seele verletzt,
in Ängste versetzt!
Der Hass sie entstellte,
die Liebe zerschellte!
Die liebenden Wesen von göttlichem Stamm,
die irdenen Menschen in fesselndem Bann,
ertrinken in wärmenden, liebenden Licht!
O törichter Mensch, warum erkennst du nicht??
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Di 04.09.2007 15:22 Uhr | | Pferdeliebe
Tiere, so wunderschön wie diese,
findet man auf so mancher Wiese.
Zierlich und doch voller Energie
verlieren sie die Wildheit nie.
Weiche Nüstern, warmes Fell,
ihre Augen leuchten schwarz und hell.
Wenn du es nie mit Schlägen strafst,
und es immer bei dir hast,
in deinem Herzen wohlbewacht,
es dir sein Leben lang Freude macht.
Wenn du es auch niemals vergisst,
weist du, das es Pferdeliebe ist!
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Di 04.09.2007 15:21 Uhr | | Männer und Pferde
Männer und Pferde, beide sind teuer,
doch wähle die Pferde, denn Pferde sind treuer !
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Di 04.09.2007 15:20 Uhr | | Plädoyer
Der beste Freund, den ein Mensch auf der Welt hat, kann sich eines Tages
gegen ihn wenden und sein Feind werden. Sein Sohn oder seine Tochter, die er mit liebender Fürsorge aufgezogen hat, können ihn undankbar verlassen.
Menschen, die uns am nächsten stehen, denen wir unser Glück und unseren
guten Namen in die Hände legen, können zu Verrätern werden. Das Geld, das ein Mensch erworben hat, kann ihm genommen werden, wenn er es am nötigsten braucht. Der Ruf eines Mannes kann durch eine einzige unbedachte Handlung für immer verloren sein. Die Menschen, die uns bewundernd umschwärmen, wenn wir erfolgreich sind, können die ersten sein, die Steine werfen, wenn der Schatten des Unglücks unser
Leben verdunkelt.
Der einzige gänzlich selbstlose Freund den ein Mensch in dieser selbstsüchtigen Welt finden kann, der einzige, der ihn nie verlassen , er einzige der nie undankbar, nie falsch und verräterisch sein wird, ist sein Hund.
Eines Menschen Hund bleibt bei ihm in Reichtum und Armut, in Gesundheit und Krankheit. Er schläft auf dem kalten Boden, wenn die eisigen Winterwinde blasen und den Schnee vor sich herumtreiben, wenn er nur nicht von der Seite seines Meisters weichen muss. Er küsst auch die Hand, die ihm kein Futter mehr reichen kann, er leckt die Wunden und Beulen, die eine raue Welt uns zugefügt hat.
Er bewacht den Schlaf eines Ausgeflippten als wäre ein Prinz. Wenn uns auch alle unsere menschlichen Freunde verlassen, der Hund bleibt da! Wenn unser Wohlstand zerfällt unser guter Ruf dahingeht, bleibt er unverändert in seiner Liebe wie die Sonne, die täglich neu ihren Bogen am Himmel beschreibt.
Wenn es das Unglück will, dass der Meister zum Ausgestoßenen wird, ohne Freund und ohne Heim, verlangt der treue Hund kein weiteres Vorrecht, als ihn begleiten zu dürfen, um ihn vor Gefahren zu beschützen und gegen seine Feinde zu kämpfen. Kommt einmal die letzte Stunde heran, wo der Tod den Meister in Gewahrsam nimmt und sein Körper in die kalte Erde vergraben wird, dann wird man den edlen Hund beim Grabhügel finden. Auch wenn alle anderen Freunde ohne aufzumerken daran vorbeigehen, der Hund wird dort bleiben, seine Kopf zwischen die Pfoten gelegt, seine Augen traurig, doch offen in Wachsamkeit, verlässlich und treu auch im Tode.
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