Mi 05.09.2007 15:53 Uhr | | Das verlorene Paradies
Ich war da.....
...spricht der Fisch,
ich durchzog die Meere, dicht unter der Oberfläche
bis hinunter in die tiefsten Tiefen
in die DU Mensch noch nie vorgedrungen bist.
Mein war die Stille der See,
mein war das Spiel mit den Wellen,
kein Öl erstickte mich,
kein Netz raubte mir meine Freiheit,
bis DU kamst,
da begann das Wasser zu sterben.
Ich war da...
...singt die Amsel.
Ich und meine gefiederten Geschwister
durchzogen die Lüfte
bis hinauf in die höchsten Höhen.
Mein war die Luft und der Wind,
kein Käfig hinderte meine Freiheit,
kein Gift trübte meinen Himmel,
bis DU kamst,
da begann das Blau der Lüfte zu sterben.
Und ich war da...
...maunzt die Katze.
Meine Vorfahren durchstreiften die Savannen und Wüsten
in allen Kontinenten,
lange bevor DU kamst
und unsere Kinder erschlugst
uns einsperrtest und deine Gifte an uns erprobtest.
Ich auch, bellt der Hund
Auch ich war frei, meine Ahnen im Rudel geborgen,
bis DU kamst und nur ein toter Wolf ein guter Wolf war,
du hast uns gezähmt, benutzt, ausgenutzt,
keine Leine, keine Kette und kein Käfig
nahm uns unsere Freiheit,
bis DU kamst,
da begann die Freiheit zu sterben.
Ich war zuerst da...
...flüstert der Baum.
Ich war da und machte mir das Land untertan.
Meine Wurzeln festigten die frische Erde.
Meine Äste ragten hoch in das Himmelsblau,
frischer Regen nässte meine Blätter
und ich trank ihn und erblühte jedes Jahr aufs Neue,
bis DU meine Brüder und Schwestern mit deinem Gift umgabst,
und jeden Tag Tausende von uns mordest.
Jahraus, Jahrein.
Als DU kamst,
da begann das Paradies zu sterben.
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Mi 05.09.2007 10:06 Uhr | | Endstation Tierheim Vorher Gedanken machen !
Ein Bündel unterm Weihnachtsbaum,
ein Jaulen und Fiepen erfüllt den Raum,
vier Kinderaugen strahlen vor Glanz,
" das Hündchen dort , dass heißt jetzt Hans ".
So freudig mein Leben bei der Familie begann,
Hans im Glück war ich nicht - die Zeit verrann.
Schon bald lag ich nur noch in der Ecke
und schlief auf einer kleinen Decke.
Keiner hatte mehr für mich Zeit
und keiner schickte mir Aufmerksamkeit.
So vergaßen sie dann , mit mir Gassi zu gehen.
Ein Häufchen im Zimmer sie fanden es nicht schön,
es passierte noch öfter, sie schimpften mit mir,
was sollte ich machen, ich konnte nichts dafür,
Schließlich schleppten sie mich aus dem Haus und setzten mich im Waldstück aus.
An einem Baum werde ich gefunden,
dort hatten sie mich angebunden.
Nur zufällig wurde ich entdeckt,
sonst wäre ich gnadenlos verreckt.
Alle Menschen , die so handeln,
sollte man wirklich in Hunde verwandeln,
damit sie am eigenen Leibe spüren,
wozu unüberlegte Handlungen führen.
Wer sich für einen Hund entscheidet,
übernimmt Verantwortung,
dass der Hund nie leidet.
Ich kam in ein Tierheim, hab Kollegen gesehen,
ausgesetzt gefunden , es war wirklich nicht schön.
Viele verletzt , zum Teil mit schlimmen Wunden,
sie waren tagelang draußen angebunden.
ehe man sie zufällig fand,
beinahe erdrosselt vom ganz kurzen Band.
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Mi 05.09.2007 10:03 Uhr | | Ein Leben
Ich weiß noch genau die Stunde,
als du kamst in unsere Runde.
Schautest alle einzeln an.
"Diesen nehm' ich", sagtest du dann.
Hochgenommen auf den Arm,
ach, bei dir war's so schön warm.
Der Geruch, der war mir neu
und ich dachte voller Scheu:
"Was kommt jetzt wohl auf dich zu?"
die Frage ließ mir keine Ruh.
Ab ins Auto, schon ging's los,
wohin komme ich denn nun bloß?
Bald war diese Fahrt vorbei,
mir war alles einerlei
Denn vor Angst konnt' ich nur beben,
auf den Teppich ging der Segen.
Ins Körbchen setztest du mich nun,
sollte mich dort richtig ausruhn
Neugierig sah ich mich um,
ach es war doch auch zu dumm.
Keiner war zum Spielen da,
und nun wurde es mir klar:
jetzt bist du doch ganz alleine
hört denn keiner, dass ich weine?
Dann kamst du ins Zimmer rein,
sprachst ganz ruhig auf mich ein.
Mein ganzer Kummer war schnell verflogen,
sie waren weg nun, meine Sorgen.
Es war als hätte ich geträumt,
nun hatte ich einen großen Freund.
Viele Jahre sind wir nun zusammen,
gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen.
Meine Beine wollen heut oft nicht mehr,
das Laufen fällt mir gar oft schwer.
Ich will es nun doch einmal wagen
und es dir hier ganz offen sagen:
Wenn mein Herz mal nicht mehr schlägt,
großer Kummer dich bewegt.
Einen Trost in deinem Leid:
sie war schön mit dir, die Zeit!
Denke dann in stillen Stunden,
wieviel Liebe uns verbunden.
Einer war für den andern da
und zudem war es immer klar:
Eine Liebe, rein wie das Licht,
Mein Herz, das schlug doch nur für Dich.
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Mi 05.09.2007 10:02 Uhr | | Brief an mein Herrchen
Am Morgen bist Du sehr früh aufgestanden,
und hast die Koffer gepackt,
Du nahmst meine Leine, was war ich glücklich.
Noch ein kleiner Spaziergang - vor dem Urlaub...
Hurrrrra !!!!!
Wir fuhren mit dem Wagen ,
dann bliebst du am Straßenrand stehen,
die Tür ging auf und Du hast einen Stock geworfen,
ich lief und lief und lief,
als ich den Stock gefunden und zwischen den Zähne hatte,
aber als ich zurück kam, warst Du nicht mehr da.
In Panik bin ich in Alle Richtungen gelaufen,
um Dich zu finden, aber leider vergebens.
Ich wurde immer schwächer von Tag zu Tag...........
Ein Fremder Mann kam,
legte mir ein Halsband um und nahm mich mit.
Bald darauf befand ich mich in einem Käfig,
und wartete auf Deine Rückkehr ,
aber Du bist nicht gekommen.
Dann wurde der Käfig geöffnet.
Nein Du warst es nicht-
es war der Mann der gefunden hatte.
Er brachte mich in einem Raum...........
Es roch nach Tod.
Meine Stunde war gekommen.
Geliebtes Herrchen ,
ich weiß , dass du weißt ,
das ich mich trotz des Leidens , das Du mir angetan hast,
noch stets an Dein Bild erinnere und falls ich nochmals
auf die Erde zurück kommen könnte,
ich würde wieder auf Dich zulaufen,
denn ich hatte Dich lieb.
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Mi 05.09.2007 10:01 Uhr | | Tierleid
Jede Seele hat nur ein Leben,
dass wir ihr sinnlos nehmen.
Lasst uns einmal Mensch sein
und mischt euch endlich ein.
Wir müssten den Schmerz hören -
stellen uns taub, lassen uns nicht stören.
Wir sollten für Tiere sprechen -
fliehen ins Unwissen, damit wir nicht zerbrechen.
Wir wissen von all diesem Grauen -
wolln nichts wahrhaben, stürzen blind ins Vertrauen.
Wir dulden alles Leid im Tierleben -
sind nicht dagegen, mangels Mut es anzugehen.
Wir könnten für sie so viel tun -
wir sehen zu und ziehen es vor, nichts zu tun.
Wir sind vor all dem so benommen -
überlassen es anderen, ohne unsere Hilfe auszukommen.
Des Menschen Freund nun wird -
von Menschen Hand geschunden, gequält bis er stirbt.
Wenn ich all das Leid hör und seh,
tut es mir tief in der Seele weh.
Was viele Menschen gerne vergessen.
Wir sind alle nur Lebewesen.
Wir nehmen ethische Verbrechen hin -
doch ein Leben gibt dem anderen erst Sinn.
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