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Was mir wichtig ist !!!
Do
06.09.2007
08:16 Uhr

Martyrium

Das millionenfache, stumme Martyrium der dem Menschen wehrlos ausgelieferten Tiere ist die schlimmste Not auf Erden und die größte Sünde der Menschen.


Mi
05.09.2007
16:20 Uhr

Tieren helfen
JEDER kann etwas tun !

Fazit

Wenn man sich informiert, sieht man, dass es den Tieren unter Menschen nicht gut geht. Klar gibt es Ausnahmen, aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Fakt ist, dass täglich tausende Tiere durch Menschenhände leiden. Doch was kann eine einzelne Person dagegen anrichten?

· Zuerst einmal selber auf tierleidbefleckte Produkte verzichten

· Andere Menschen über die Zustände informieren (über das Thema mit
Bekannten sprechen, referieren, Projekte gestalten, flyern, Infostände
betreuen, demonstrieren (letztere mit Vereinen absprechen), viele Vereine
bieten auch Vorträge in Schulen an)

· Tierschutzvereine ect. unterstützen- hierzu gehören Geldspesen genauso
wie ehrenamtliche Arbeiten (Büroarbeit, Unterstützung bei Demonstra-
tionen, Gassi gehen (im Tierheim))

Man darf nicht glauben, dass man als Einzelner nichts verändern kann. So denken leider viel zu viele- und tun nichts. Würden sich alle, die irgendwie nicht zufrieden sind mit der Situation, aufraffen, wäre schon viel mehr passiert.


Ausreden


- Fleisch wurde immer gegessen.

Immer bestimmt nicht. Und ganz bestimmt nicht in diesen Mengen. Tatsächlich
brauchte der Mensch relativ lange bis er den ersten Bissen totes Tier
verschlang. Täglich Fleisch- das wäre zu teuer gewesen. Doch heute ist das
alles möglich- dank Massentierhaltung. Lange Zeit wurde mit Asbest gebaut,
was heute nicht mehr vorstellbar ist. Vor einigen Jahren gab es keine
Probleme mit der Umweltbelastung- heute fordert sie ständig Tote. Alles ändert
sich.

- Menschen sind Fleischfresser

Nein. Wenn dann Allesfresser. Doch dies bezweifeln einige Wissenschaftler.
Menschen (oder zumindest die meisten) sind physisch und psychisch nicht
imstande Tiere zu zerreißen und ihr rohes Fleisch zu verdauen. Selbst
gekochtes Fleisch führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu
Lebensmittelvergiftungen, Herzerkrankungen und anderen Erkrankungen, was
aber einen echten Fleischfresser nichts anhaben kann. Und nun mal ehrlich:
Haben sie das Verlangen zu kosten, wenn sie ein totes Tier am Straßenrand
sehen?

Diese Tabelle zeigt die Gemeinsamkeiten:

Gesichtsmuskeln
* Fleischesser
Vermindert, um den Mund weit aufreißen zu können
* Allesesser
Vermindert
* Pflanzenesser
Gut entwickelt
* Mensch
Gut entwickelt

Kieferbewegung
* Fleischesser
Scherbewegung, minimal von Seite zu Seite
* Allesesser
Scherbewegung, minimal von Seite zu Seite
* Pflanzenesser
Keine Scherbewegung, gute Bewegung von Seite zu Seite und von vorne
nach hinten
* Mensch
Keine Scherbewegung; gute Bewegung von Seite zu Seite und von vorne
nach hinten

Zähne (Schneidezähne)
* Fleischesser
Kurz und spitz
* Allesesser
Kurz und spitz
* Pflanzenesser
Breit, abgeflacht, spatenförmig
* Mensch
Breit, abgeflacht, spatenförmig

Zähne (Reisszähne)
* Fleischesser
Lang, spitz, gebogen
* Allesesser
Lang, spitz, gebogen
* Pflanzenesser
Stumpf und kurz oder lang (zur Verteidigung) oder keine
* Mensch
Kurz und abgestumpft

Zähne (Backenzähne)
* Fleischesser
Spitz, gezackt und schneideförmig
* Allesesser
Spitze Schneide und/oder abgeflacht
* Pflanzenesser
Abgeflacht mit Höckern gegen eine komplexe Oberfläche
* Mensch
Abgeflacht mit knotenförmigen Höckern
Kauen
* Fleischesser
Keines; verschluckt Nahrung als Ganzes
* Allesesser
Verschluckt Nahrung als Ganzes und/oder einfaches Zerbrechen
* Pflanzenesser
Extensives Kauen erforderlich
* Mensch
Extensives Kauen erforderlich

Speichel
* Fleischesser
Keine Verdauungsenzyme
* Allesesser
Keine Verdauungsenzyme
* Pflanzenesser
Enzyme zum Verdauen von Kohlenhydraten
* Mensch
Enzyme zum Verdauen von Kohlenhydraten

Magensäure
* Fleischesser
Weniger oder gleich pH 1 mit Nahrung im Magen
* Allesesser
Weniger oder gleich pH 1 mit Nahrung im Magen
* Pflanzenesser
pH 4 bis 5 mit Nahrung im Magen
* Mensch
pH 4 bis 5 mit Nahrung im Magen

Länge des Dünndarms
* Fleischesser
3- bis 6-fache Körperlänge
* Allesesser
4- bis 6-fache Körperlänge
* Pflanzenesser
10- bis mehr als 12-fache Körperlänge
* Mensch
10- bis 11-fache Körperlänge

Nägel
* Fleischesser
Scharfe Klauen
* Allesesser
Scharfe Klauen
* Pflanzenesser
Abgeflachte Nägel oder stumpfe Hufe
* Mensch
Abgeflachte Nägel


1. Fleisch ist natürlich

Was ist daran natürlich, wenn hunderte Schweine sich einen verdreckten Betonbunker teilen? Was ist daran natürlich, wenn Tiere verschifft, verladen, von einem Ort zum nächsten geschleift werden, um am Ende dort ermordet zu werden, wo es am billigsten ist? Was ist daran natürlich, in den Supermarkt auf Jagd nach Billigangeboten in der sauber geputzten Fleischtheke zu gehen?

2. Fleisch ist gesund

Viele vertragen kein Fleisch. Sie bekommen Herzkreislaufprobleme, Übergewicht, hohen Cholesterinspiegel, Alzheimer, Krebs, Diabetes, werden impotent, usw. Oft ist es verseucht oder mit Antibiotika voll gestopft –die den Menschen dann nicht mehr helfen können wenn sie krank sind, da die Viren durch den täglichen Schub resistent geworden sind.

3. Menschen brauchen Fleisch

Falsch. Der Mensch braucht nichts was in Fleisch ist, was man nicht auch von wo anders beziehen kann.

4. Das ist doch zu extrem

Was ist daran extrem einem Lebewesen seine Würde zu lassen? Tierfreunde, die ihre Hauskatze lieben aber auch ohne Scham ein Würstchen verspeisen, sind entweder schizophren oder wollen die Wahrheit nicht sehen.

5. Ich habe das Tier ja nicht getötet

Nein, Sie müssen ihre Finger nicht beschmutzen- das tun andere für sie. Und mit jedem Bissen geben Sie den Auftrag ein Lebewesen ermorden zu lassen.

6. Die Tiere sterben sowieso

Nun mal ehrlich: wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass von heute auf morgen keiner mehr Fleisch ist? Wenn es so wäre, hätte man sie um sonst getötet. Denn die Tiere sterben nicht einfach so- sie werden absichtlich ermordet. Doch das alles ist eine langsame Entwicklung, leider. Aber dadurch haben die Betriebe Zeit sich umzustellen. Wenn keiner mehr ihr „Produkt“ kauft, müssen sie sich ein anderes suchen. Das war immer so, das ist immer so, und es wird auch immer so sein. Der Konsument bestimmt das Angebot.

7. Es sind doch nur Tiere

!!!! Was???? Aber nun gut... ich will nicht handgreiflich werden. Also antworte ich hier ganz sachlich: Es ist ein Tier. So wie der Mensch auch. (Obwohl sich die meisten Menschen dies nicht gern sagen lassen) Der Mensch ist aber „intelligent“: er hat in wenigen Jahren den Erdball besiedelt, Katastrophen überlebt, das Weltall besucht, das Rad erfunden, sich des Feuers bemächtigt, Kriege geführt, Sklavenhandel betrieben, Tiere ausgerottet, die Welt zerstört. Auf solche Ideen wäre ein Tier vermutlich nicht gekommen. Deine Katze, Hund, Kaninchen…. Das alles sind auch „nur“ Tiere. Was ist er Unterschied? Nur weil du eine persönlich Beziehung zu ihm hast? Das kannst du bei dem anonymen Huhn nicht. Weil es nur eine „lebendige Maschine“ ist. Hast du manchmal den Drang deinen Hamster zu verschlingen? Warum nicht? Es sind doch nur Tiere.

8. Irgendwann und irgendwie müssen die Tiere ja sowieso sterben

Auch Menschen sterben. Trotzdem werden sie nicht gezüchtet, gefangen gehalten, getötet und verspeist. Die Tiere sterben nicht natürlich, sondern werden extra gehalten um sie zu töten.

9. Die werden dafür gezüchtet

Was ist das für eine Erklärung? Klar werden sie auf höchste Milchproduktion, schnelles Wachstum, hohen Fleischgehalt… getrimmt. Aber das Leben und die Gefühle konnte man bisher noch nicht wegzüchten. Sie kommen auf die Welt, leben ein paar lange qualvolle Monate/Tage um daraufhin verladen und ab zum Metzger zu gelangen- damit der Mensch mit wenig Aufwand sein Schnitzel auf dem Teller hat.

10. Tiere sind dazu da, genutzt zu werden

Wer gibt uns das Recht zu solchen Gedanken? Tiere leben, fühlen, leiden, haben Wünsche und Bedürfnisse. Wer hat ihnen solch eine Bürde auferlegt?

11. Gott hat die Tiere für den Menschen geschaffen

Dies ist heikel. Denn fast jeder hat einen Glauben an Gott. Manche bezweifeln seine Realität, andere opfern ihr Leben dem Herrn. Hier kann ich nur meine Meinung sagen: Glauben Sie wirklich, dass „Gott“ sich solche Mühe mit der Vielfalt, den Talenten, der Ideen gemacht hat, dass die Kreation Mensch sich allem bemächtigt, darüber urteilt, ihnen seinen Willen aufzwängt? Wäre es nicht viel sinnvoller miteinander zu leben, zu beobachten, zu lernen und dadurch Lösungen von eigenen Problemen zu finden?

12. Die Menschen kommen zuerst!

Vielleicht. Vielen fällt es leichter einem Menschen Hilfe anzubieten als einem Tier. Doch viel zu viele helfen niemandem, nur sich selbst. Auch Tiere haben ein Recht auf Schutz, und diesen können sie nur durch denkende Menschen erlangen.

13. Fleisch schmeckt

Über Geschmack lässt sich streiten. Zu erwähnen ist jedoch, dass es viele Alternativen gibt die gleich oder (hier lässt sich wieder streiten) besser schmecken. Ein Versuch kann ja nicht Schaden. Aber eines ist sicher: Ist eine kurzer Gaumenfreude es wert, dass dafür Tiere unnötig leiden und sterben?

14. Ich krieg kein Gemüse runter

Wenn Sie zu diesen Menschen gehören, dann tun sie mir jetzt schon leid. Ich hoffe Sie genießen ihr kurzes Leben ohne Vitamine, Ballaststoffe, Kohlenhydraten... Ich wünsche einen angenehmen Tod.

15. Den Tieren geht es gut

Also dies ist sehr zu bezweifeln. Klar kann man einem Tier nicht in die Gedanken sehen, jedoch ist mit Menschenverstand zu erahnen, dass die natürliche Freiheit dort zu leben wo und wie man will angenehmer ist als ein Bunker. Und wer nicht glaubt, dass die Tiere derart gehalten werden, belügt sich selbst.

16. Die Tiere werden human getötet

Untersuchungen ergaben, dass dies nicht der Fall ist. Viele Metzger weisen eine besorgniserregende Ignoranz auf, gehen mit den lebendigen Tieren um wie mit den Toten. Auch das anhaltende und unnötige treiben mit elektrischen Stachelstöcken fühlen die Tiere. (aber ist ja egal, sie sterben ja sowieso gleich…). Es wir angenommen, dass die Betäubungsmethoden nicht ausreichen um Tiere schmerzunempfindlich zu machen. Aber Töten bleibt töten. Oder würden Sie über einen Mörder Milde warten lassen, wenn er „human“ tötet?

17. Die sind nichts anderes gewohnt

Wieder so etwas wobei man die Tiere fragen können müsste. Aber nicht zu bezweifeln ist, dass Tiere Instinkte haben, die sie nicht ausleben können, und deshalb anders agieren. Die Tiere zeigen Fehlverhalten die man nur in der Gefangenschaft sieht. Vielleicht wissen sie nicht wie die Welt ist. Aber auch der Mensch weiß nicht wie das Universum ist, und will dennoch es erkunden.

18. Die Tiere haben sich den Haltungsbedingungen angepasst

Die Tiere werden dazu gezwungen. Sie versuchen zu überleben, schaffen es am Ende trotzdem nicht. Viele sterben früher weil sie ihr zu rasch gewachsenes Gewicht nicht mehr tragen können, nicht mit der riesigen Milchproduktion fertig werden usw.

19. Könnte man Tiere nicht auch leidensfrei aufziehen und töten? f

Vielleicht könnte man es- aber man tut es nicht. Das Fleisch auf ihrem Teller gehörte einem gequältem Tier. Es wäre andererseits auch viel zu teuer.

20. Gäbe es die fleischverarbeitende Industrie nicht, wären die Tiere gar nicht auf
der Welt

Dies ist wäre vermutlich besser so. Als ein kurzes Leben voller Leid, Qualen und Tod dur Egoismus.

21. Aus Tieren hergestellte Produkte steigern unsere Lebensqualität

Es ist nicht verkraftbar, dass man nur zum eigenen Vergnügen andere leidensfähige Lebewesen quält. Es gibt genug „reine“ Alternativen.

22. Ich esse nur ganz wenig Fleisch

Dies tun einige. Nur eine Wurstsemmel, ein paar Gummibärchen, eine Pizza,… Dies klingt vielleicht schön und gut, dennoch fördert man mit jedem Bissen das Tierleid.

23. Ich kaufe nur Bio

Klingt sehr schön, ist aber dennoch nur Augenwischerei. Viele Normen in dieser Haltung sind nicht viel besser als in der üblichen. Das Tier stirbt trotzdem, wie es vorher gelebt hat ist egal. Geboren um zu sterben. Doch wer gibt uns das Recht über Leben und Tod zu entscheiden?

24. Dann dürfte man auch keine Pflanzen essen...

Interessantes Argument, jedoch belasten Sie sich selbst. Es ist unumstritten, dass Tiere Nerven haben und somit auch Gefühle. Bei Pflanzen erkennt man manchmal Gefühle, doch kein Nervensystem, was ihre Leidensfähigkeit (nach heutigem Wissen) sehr stark einschränkt. Außerdem wird durch dieses Argument eine Barriere durchbrochen, die bei Mensch und Tier viel kleiner wäre. Wenn Pflanzen gleich viel „wert“ sind wie Tiere, dann sind Tiere doch noch viel eher gleich „wert“ wie Menschen, was wiederum Kannibalismus gutheißt. Anzumerken ist auch, dass durch den Verzehr von Tieren, viel mehr Pflanzen „sterben“, und ein normal denkender Mensch würde ja versuchen das „Leiden“ einzudämmen.

25. Was würde mit den Bauern passieren?

Siehe bei Lösungen

26. Die tierverarbeitende Industrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

Nur aus Profitgier morden? Ein schwacher und bemitleidenswerter Grund. Stellen Sie sich nicht die Frage wie viel ein Tierleben wert ist, sondern denken sie nach was es jedem einzelnem bedeutet: für das Tier ist sein Leben alles!

27. Dann werden alle arbeitslos.

Falsch. Arbeitsplätze werden verlagert. Dasselbe geschah bei der Einführung des Autos, verbot der Todesstrafe ect. Dies war immer so und wird immer so sein.

28. So eine Ernährung ist zu teuer

Falsch: Fleisch, Käse etc. zählen zu den teuersten Nahrungsmitteln. Obst und Gemüse ist um einiges billiger. Tierleid ist nicht zu bezahlen!

29. Tiere essen auch Fleisch

Doch ein Vergleich zwischen Mensch und Tier? Ich dachte der Mensch sei „besser“. Und dennoch wird hier verglichen zwischen Mensch und Tier? Ein großer Fortschritt! Aber dann wirft sich eine andere Frage auf: Was erlaubt uns dann unsere Verwandten zu verspeisen?

30. Veganismus und Vegetarismus sind in unserer Gesellschaft schwer praktizierbar

Dies stimmt manchmal. Aber dies kann man nur dadurch ändern, dass man diese Entwicklung unterstützt, so dass sich die anderen damit abfinden müssen.

31. Wenn ich mich ändere, passiert doch nichts.

Man darf nicht glauben, dass man als Einzelner nichts verändern kann. So denken leider viel zu viele- und tun nichts. Würden sich nur die Hälfte aller, die irgendwie nicht zufrieden mit der Situation sind, aufraffen, wäre schon viel mehr passiert.


Lösungen

Es gibt viele Ideen von vielen Menschen. Ein ethisch verkraftbares Bild wäre Biohaltung- richtige Biohaltung- für diejenigen die wirklich nicht verzichten können(wollen). Den Konsum von Tierprodukten radikal einschränken, so dass für die wenigen Tiere mehr Platz (und Geld) bleibt. Die Bauern können sich umstellen auf Gemüse, Obst und Getreide. Niemand bliebe auf der Strecke. Solche Veränderungen wird es immer geben. Wer sich sträubt, wird verlieren.

Die Wunschvorstellung ist natürlich eine Welt ohne Tiermord. Ein friedliches Miteinander ohne Tiere auszubeuten.

Schlimm wäre es, wenn es so bleibt wie es jetzt ist. Wenn es immer so weiter geht, hat der Mensch & Tier bald verloren.

Die Horrorvorstellung wäre wenn es noch schlimmer wird. Wenn keiner hinschauen will oder gar nicht darf. Aber soweit wird es hoffentlich nicht kommen!




Mi
05.09.2007
16:12 Uhr

Solange Menschen denken ...

„Solang Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen,
müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken."


Mi
05.09.2007
15:58 Uhr

Tierschutz

Tierschutz, als unbequem bekannt,
wird lächelnd Spinnerei genannt.
Wen kümmert denn ein Hund der friert,
an kurzer Kette vegetiert?
Wen Katzen, die kaum produziert
Verkehr und Jäger dezimiert?
*
Was regt man sich unnötig auf
weil angeboten zum Verkauf
und Lockmittel für manches Kind
Tiermassen auf dem Markte sind,
die, wenn der Neuheit Reiz vorbei
man weitergibt, von Skrupel frei.
*
Wen störts, wenn dann auf Inserate
ein Händler wieder Zugriff hatte
sich tarnt, er hätt´ den besten Platz
für diesen süßen Katzenschatz
das Tier, nach qualvollem Transport,
ausliefert dem Versuchstiermord?
*
Was tut`s, wenn für das Wohl der Menschen
Millionen Tiere schmerzvoll enden?
Warum nicht erst an Tieren testen
was wir nicht selbst erdulden möchten?
Wenn Menschenmord als Schwerverbrechen
geahndet wird, warum nicht rächen
*
an Wesen, die nur wehrlos zucken,
noch besser: Frei von Schuld begucken
wie man im Film ersticht, zertritt,
vom Tier zum Mensch -ein winzger Schritt!
Was macht es schon, wenn alles Vieh
jetzt produziert in Batterie
*
auf engstem Raum, wo`s hingestellt,
nur für Profit und Nutzen zählt,
sich einmal frei bewegen kann
auf seinem letzten Schlachthofgang?
Man weiß zudem, das Glück der Erde
liegt auf dem Rücken unsrer Pferde.
Da Gnadenbrot sich nicht rentiert,
zum Schlachten man sie exportiert.
*
Ihr Jammer ist bestimmt vergessen
wenn wir Importsalami essen.
Auch weiß ein jeder ganz genau
bei uns zählt nur mit Pelz die Frau.
Was fragt man nach der Tiere Zahl
bei einem Nerz der ersten Wahl?
*
Was intressiert man sich so sehr
für Robbenmord im fernen Meer,
für Hunde auf den Phillipinen,
die totgequält zum Mahle dienen?
Für Stierkampf, dieses Volksvergnügen,
wo chancenlos die Tiere unterliegen?
*
Wer selbstlos für ein Tier tritt ein
muß irgendwo suspekt doch sein.
Sorgt erst für Menschen, hört man sagen.
Man ist versucht, zurück zu fragen,
was denn der Vorwurfsvolle tat,
wieviel er schon geholfen hat?
*
Man ist erfreut, dann zu erfahren
er spendet schon seit ein paar Jahren
zum guten Zweck ein Jahreslos.
Die Preise, die es gibt, sind groß.
Darauf wird kläglich er verstummen,
denn aktiv helfen nur die "Dummen".
*
Was da als Spinnerei verlacht
der Menschheit alle Ehre macht,
denn Tierschutz macht im kleinen gut,
was menschliche Zerstörungswut
an der Natur im großen schändet,
weil Menschheit, vom Verstand geblendet,
meint alles liegt nur ihr zu Füßen.
Vergißt, daß sie es selbst wird büßen!


Mi
05.09.2007
15:56 Uhr

Tierheim

Hinter einem Eisengitter -
sitzt ein Hund, er weint so bitter
habt ihr mich denn ganz vergessen -
ihr Menschen, die mich einst besessen?
*
Wo seit ihr hin, ich kann´s nicht fassen -
ihr habt mich hier...allein gelassen?
*
Draußen kommt die finstre Nacht -
habt ihr an meine Angst gedacht?
Kälte schleicht durch alle Ritzen -
nirgendwo ein warmes Kissen.
*
Müde von dem langen Stehen -
von dem Warten, von dem Sehen -
von dem Weinen, von dem Jammern -
such ich in den kalten Kammern -
einen Platz um auszuruhn.
*
Um mich her sind andre Hunde -
jeder ist für sich allein
ängstlich heulen sie an Wände -
gegen harten, kalten Stein.
*
Blanker Stein auf dem ich liege -
feucht von meinem Seelenschmerz.
Wo sind die Menschen, die ich liebe?
Menschen...ohne Stein als Herz...
*
Lange konnte ich nicht glauben -
dass ihr mich wirklich nicht mehr wollt!
Bin immer hin und her gelaufen,
hab geknurrt, und hab gegrollt.
*
Tagelang hab ich gewartet -
kein Futter hab ich angerührt
Wochen...sind darauß geworden...!
von Euch...kam niemand mehr zurück!
*
Lange hab ich überlegt -
was hab ich Euch nur getan?
Sicher war es furchtbar schlimm -
sonst hättet ihr das nicht getan!
*
Draußen vor dem Eisengitter -
gehen viele, Tag für Tag
schauen oft zu mir herüber -
aber keiner holt mich ab.
*
Manchmal kommen Kinder,
die spielen auch mit mir doch
wenn dann der Abend kommt -
gehn sie heim und ich bleib hier!
*
Traurig stehe ich am Gitter -
wedle freundlich jedem zu -
wer mich anschaut...?
kommt doch nicht wieder,
egal ob ich noch wedeln tu...
*
Lange Zeit ist schon vergangen... -
ich fühle nicht mehr diesen Schmerz
irgendwo hab ich vergessen -
wie er war, DER MENSCH MIT HERZ...!
*
- (Gewidmet allen Hunden und Katzen, die jemals ein Tierheim von innen sahen, von Gisela Löbert) -