Do 25.10.2007 14:28 Uhr | | Ein armes Schwein...

Nur weil als Schwein ich kam zur Welt,
Man mich für eine Sache hält.
Auf einem Rost wurd´ ich geboren,
Von Anfang an war ich verloren.
Muss lebenslang auf Gittern stehen,
Bekomm´ nur Kunstlicht hier zu sehen.
Kann mich nicht hin und her bewegen,
In meinem jungen, kurzen Leben.
Die Zelle meiner Einzelhaft
Mir Schrecken, Angst und Horror schafft.
Die Luft hier drinnen ist zum Schneiden,
Sie wird mich bald zum Wahnsinn treiben!
Du Schöpfer Gott, ich fleh dich an,
Was haben wir denn nur getan?
Kannst Du den Menschen nicht mal zeigen,
Wie sehr wir unter ihnen leiden?
Und lieber Gott, weißt du es schon,
Es ist ja beinahe ein Hohn:
Als Glückssymbol sie uns betrachten:
Dabei ihr Glück sie selber schlachten |
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Do 25.10.2007 14:27 Uhr | | Klagen der Tiere

Jeden Morgen schicken wir uns´re Klagen
wie Gebete mit dem Wind über Land.
Wir bluten noch aus vielen tausend Wunden,
doch unser Hilferuf versinkt im Sand.
Und aufgerüttelt bangen wir zu allen Stunden,
dass Menschen dieser Welt, in blindem Wahn,
von Höllenmächten aufgepeitscht, uns selbst
und unsere Brüder zerschlagen.
Nur unser Weinen nach der Liebe,
die wir einst empfingen, rinnt,
und füllt die Schalen unserer Stunden.
Und wiederum erbebt ein Schrei,
und wieder ist ein Leben vorbei.
Und wiederum verlischt der Sonne Glut,
und wieder besitzen wir nicht den nötigen Mut,
den Qualen der Tiere ein Ende zu setzen.
Wir wissen es, doch ganz geschwind,
machen wir damit weiter und bleiben, wie wir sind.
Wenn wir uns nicht bekehren,
dann wird das millionenfache Klagen der Tiere
sich wie Feuer in unseren Wunden vermehren.
Und so verworfen, wie alle, die den Brand entfachten,
verachten wir trotz bess´ren Wissens
jegliche Mahnung der Erde.
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Do 25.10.2007 14:26 Uhr | | Wolfsmond

Dunkelheit die Nacht umhüllt
Leise raunt der Wind
Nur der Mond alleine weiß
Wo wir heute sind.
Sternenlicht und Mondenschein
Die Stille kann man hör'n
Unser Geheul euch Menschen gilt
Weil wir uns einst verschworn.
Vor langer Zeit waren wir uns nicht fremd
Wir haben gemeinsam gejagt
Wir fraßen und spielten und haben uns gewärmt
Doch du weißt, was kam danach:
Ihr habt mich verfolgt, meine Welpen ertränkt
Mich vergiftet und eingesperrt
Warum unser Bund seit dem nicht mehr währt -
Ihr selber habt ihn zerstört.
Ihr Menschen seid - verzeiht mir dies -
Das gefährlichste Raubtier der Welt
Denn mit Verstand, Machtgier und Neid
Tötet ihr alles für Geld.
Doch noch heule ich im Mondenschein
Damit ihr mich vielleicht irgendwann versteht:
Die Erde ist für alle da
Egal, wer darauf lebt.
Ob Tier, ob Pflanze oder Mensch
Wir haben nur diese eine Welt
Was nützt die Macht, der Reichtum, das Geld
Wenn die Natur durch
euren Wahn zerfällt.
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Do 25.10.2007 11:11 Uhr | | Mensch und Hund - Die perfekte Liebe
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Do 25.10.2007 11:10 Uhr | | Dein Hund
"Nichts auf dieser Welt ist uns sicher.
Deine eigene Frau mag dich verlassen. Deine Kinder mögen sich als undankbar erweisen, trotz aller Opfer, die du für sie erbracht hast. Deine besten Freunde, denen du jahrelang vertraut hast, können dich eines Tages betrügen.
Du magst dein Vermögen verlieren. Dein Ruf....deine Ehre können in ein Nichts zerrinnen. Diejenigen, die am meisten vor dir in die Knie gesunken sind, werden vielleicht die ersten Steine nach dir werfen, wenn sie dich nicht mehr brauchen.
Der einzige uneigennützige Freund, den ein Mensch in dieser selbstsüchtigen Welt hat, ist sein Hund. In der ärmsten Hütte ist er genauso glücklich, wie im größten Palast....bei dir will er sein.
Der einzige, der dich nicht betrügt. Wenn du ein Bettler bist, bewacht er dich, als wärest du ein Prinz. Wenn du von Haus und Hof vertrieben wirst, wenn sie alle.....alle dich verlassen.....dein Hund verlässt dich nicht.
Hast du kein Obdach mehr und müsstest im Freien schlafen, will er keine andere Belohnung, als bei dir zu sein. Auch wenn du verhungern müsstest, bliebe er dir treu. Er hungert mit dir und küsst und leckt die leere Hand, die ihm kein Futter reichen kann. Solltest du plötzlich tot umfallen, er weicht nicht von dir. Er muss eher erschossen werden, als dass er dich im Stich ließe.
Bist du dann in der kühlen Erde und er kennt die Stelle....dort an deinem Grab findet man ihn.
Er scharrt, als wolle er dich wieder ausgraben. Er legt seinen Kopf zwischen seine Pfoten und trauert um dich.... er ..... dein bester Freund.....DEIN HUND!"
(Ed. Boshardt 1961)
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