Das Tier in mir
Vorwort
Freitag, es war ein verregneter und grauer Tag, genau das Wetter, das sich Motorradfahrer wünschen.
Mein Wecker klingelte. Wie jeden Morgen, schoss es mir durch den Kopf bevor ich ihn unsanft zum Schweigen brachte.
Die erste Station meines Morgens, war die Küche, in der ich mir erstmal 3 Gelbwursttoasts, eine Tasse Kakao und eine Schale Müsli genehmigte.
Von der Küche ins Bad, ein weiterer Schritt an diesem, wie auch an allen anderen Morgen. Ich betrachtete mich selbst im Spiegel und flechtete mir meine langen, braunen Haare zu einem festen Zopf. Meine hellbraunen Augen umrahmte ich mit einer dicken Schicht Eyeliner.
Mein nächster Schritt des Tages, jedes Tages, führte mich in die Garage in der meine geliebte Maschine stand. Meine pechschwarze Honda Rebel JC24. Ein prachtstück von Motorad. Sie war mein Gefährt, das mich zur Schule bringen sollte. Einen Zwischenstopp machte ich noch, und zwar bei meiner besten Freundin Elena. Sie war 16 genau wie ich, hatte ebenfalls eine Honda wie ich, doch diese war kirschrot. Ich begrüßte meine Freundin, mit den blonden Haaren und den blauen Augen, mit einem noch verschlafenen Morgen.
Wir fuhren zusammen in Richtung Schule, wo wir auch schon wieder begafft wurden. Ich sah einigen Schülern und Schülerinnen in die Augen und erkannte, dass sich bei einigen nicht nur um puren Neid handelte, sondern auch von einer Lächerlichkeit, die nur einem Menschen einfallen konnte. Sie hielten mich für verrückt und mieden mich. Doch ich war nicht alleine. Am anderen Ende des Parkplatzes hatte sich ein Kreis, einiger auffallender Schülerinnen gebildet.
Die eine mit kurzen rabenschwarzen Haaren und einem roten Pony. Ich ging auf die kleine Gruppe zu und begrüßte sie in einem warmen freundlichen Ton: “Morgen Leute!“ Ein allgemeines gegrummel grüßte mich zurück. Ich lächelte, so wie immer, schoss es mir erneut durch den Kopf. Ich schaute jede einzelne meiner Freundinnen an.
Da war zum einen das Mädchen mit dem roten Pony, sie hieß Caro. Sie war rund 1,65 m groß, 15 Jahre alt und hatte grüne Augen.
Ein weiteres Mitglied, war unsere Rockerin Ella. Ein Mädchen mit einer stattlichen Größe von 1,70 m. Ihren Körper schmückten ein Printshirt mit einem Riesigen Totenkopf darauf, ein Nietengürtel über den Röhrenjeans und halblangen schwarzen Haare standen in alle Himmelrichtungen. Ihre leuchtend grünen Augen, waren wie meine mit viel Eyeliner umrandet.
Das Mädchen mit den längesten Haaren in der Gruppe, war Syline. Ihre dunkelblonden Haare fielen ihr wie ein Wasserfall über die Schultern. Ihre grauen Augen fixierten mich. Sie war ungefähr so groß wie Ella und 14,5 Jahre alt, also ein halbes Jahr jünger als Ella.
Neben Syline stand Linda, mit ihren unverkennbaren wunderschönen blaugrauen Augen. Das 15-jährige Mädchen war Klassenbeste und bei den Lehren gern gesehen.
Etwas abseits, aber doch noch bei der Gruppe standen Mimi und Jessi und alberten herum.
Mimi war 1,60 m groß und hatte grünbraune Augen. Sie ist ein rechter Wirbelwind und brachte Stimmung in jede schwierige Lebenssituation. Jessi dagegen war eher ruhig. Mit ihren 14 Jahren, war die 1,65 m große Schülerin die jüngste in unserer Gruppe. Das besondere an ihr, waren ihre einzigartigen grünen Augen. Doch auch wenn mich meine Freundinnen kannten, wussten sie noch längst nicht alles über mich.
(C) Idee: Wuff*
(C) Bearbeitet: gloamausi