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25.03.2011 18:33

off Maximilian88(36)

115 Postings

Hey @ all,

was sagt ihr zu all diesen Regeländerungen...

• Die 107-Prozent-Regel ist zurück. Das heißt: Liegt die Rundenzeit eines Fahrers im Qualifying über 107% der besten Zeit im Qualifying, ist er für das Rennen nicht qualifiziert. Damit reagiert die FIA offenbar auf die Kritik der bestehenden Teams, die neuen Teams wären besser für die GP2 als für die Formel-1 geeignet. In Ausnahmefällen können die vier Rennkommissare entscheiden, dass ein Start doch noch möglich sei. Ein solcher Ausnahmefall wäre wahrscheinlich beispielsweise der Crash von Fernando Alonso im Monaco-Training in dieser Saison gewesen, der ihn an einen Start im Qualifying verhinderte. In der Regel werden die Kommissare die Rundenzeit vom Trainingstag als Beurteilungskriterium verwenden.
Fazit: Die Regel ist eine Reaktion auf die neuen Teams, die zu Beginn der Saison doch recht deutlich den etablierten Teams hinterher waren. Doch die Reaktion ist unnötig: Beim Kanada GP war Heikki Kovalainen im Lotus Cosworth als schnellster Vertreter der neuen Teams weniger als zwei Zehntel langsamer im Qualifying als Kamui Kobayashi im Sauber Ferrari (das Team existiert bereits seit 1993). Ein Aufwärtstrend ist unübersehbar, doch die Teams sehen erneute Gefahr, weil für 2011 auch ein 13. Platz im Grid vergeben wird. Trotzdem gilt: Grundsätzlich sollte man neuen Teams aufgeschlossen gegenüber stehen, die Wiedereinführung der 107%-Regel ist ein Schritt in die andere Richtung. Außerdem dürfte die Umsetzung schwerer fallen als von 1996 bis 2002, denn inzwischen ist das Qualifying in drei Sektoren unterteilt.


• Bestätigt wurde eine Reihe von technischen Änderungen, die bereits die F1-Kommission ausgearbeitet hat. So sind Doppeldiffusoren und das F-Schacht-System an 2011 Vergangenheit. KERS kehrt dagegen wieder zurück, wodurch sich auch das Mindestgewicht von Auto samt Fahrer auf 640 Kilogramm erhöht.
Fazit: Teamchef Martin Whitmarsh: „Schade, dass das F-Schacht verboten wurde. Es ist eine intelligente technische Entwicklung, das quasi fast kein Geld gekostet hat.“ Zugegeben, in Anbetracht der Tatsache, dass Whitmarsh Teamchef des McLaren-Teams ist, das dieses System salonfähig gemacht hat, ist die Aussage etwas einseitig. Die andere Seite: Viele Teams sind wegen der Sicherheit der Fahrer besorgt, denn keiner kann heute vorhersehen, wie ausgefeilt solche Schächte werden können, die Luft vor dem Cockpit einsaugen, hinter dem Heckflügel wieder ausspucken und somit die Höchstgeschwindigkeiten in die Höhe treiben. Fazit also gut oder schlecht? Gut ist, dass die FIA einschreitet, bevor ein schwerer Unfall passiert – das war in der Vergangenheit nicht so. Dass geniale technische Erfindungen eingestampft werden, hat aber immer einen etwas faden Beigeschmack. Vor allem, wenn man sich die Alternative anschaut, den verstellbaren Heckflügel.


• Und damit sind wir auch schon bei einem weiteren Punkt: Ab 2011 wird es, wie bereits vermutet, einen verstellbaren Heckflügel geben. Mit einem Knopfdruck kann der Fahrer den Heckflügel um 50 Millimeter flacher stellen und somit leichter überholen können. Ein GPS-System signalisiert mittels eines im Cockpit leuchtenden Lämpchens, ob der Fahrer den Knopf betätigen darf oder nicht. Die Lampe brennt, wenn der Fahrer innerhalb von einer Sekunde dem vor ihm fahrenden Fahrer folgt. Am Start wurde das freilich ein wildes Chaos ergeben, deswegen darf das System erst ab der dritten Runde benutzt werden. Der Heckflügel wird automatisch in die Ausgangsstellung zurückgeführt, wenn der Fahrer auf die Bremse steigt.
Fazit: Das ist ein künstlicher Eingriff ins Rennen. An statt dem Hinterherfahrenden zu gestattet, den Flügel zu verstellen, hätte man auch dem Vorherfahrenden verpflichten können, vom Gas zu gehen. Ob das richtiger Rennsport ist, kann nur jeder für sich entscheiden. Fahrer wie Robert Kubica jedenfalls fürchten, dass Positionskämpfe dadurch Seltenheitsstatus bekommen werden. Die Überholmanöver werden unspektakulär, der Hinterherfahrende wird einfach vorbei fahren, der Konkurrent kontert vielleicht auf der darauf folgenden Geraden. Die FIA glaubt, dass die Verstellung des Flügels nur 15km/h Zuschuss generieren wird. Zusammen mit dem KERS-System könnte es aber auch durchaus zu chaotischen Zwischenfällen beim Überholen kommen. Wenn nun wirklich mehr Positionswechsel stattfinden, dann hat sich zumindest der Zweck erfüllt. Der Sinn bleibt eher unerfüllt.


• Der neue FIA-Präsident Jean Todt hat es sich in den Kopf gesetzt, die unendlichen Reglement-Lücken und Grauzonen wegzuputzen. Angefangen hat er damit mit den jüngsten Beschlüssen auch tatsächlich: Szenen wie in Monaco, als Michael Schumacher hinter dem Safety Car (oder doch nicht?) Fernando Alonso überholte, sollen der Vergangenheit angehören. Die FIA hat nun endgültig klargestellt: In der letzten Runde wird nicht mehr überholt, wenn diese mit dem Safety Car in Führung begonnen hat. Ein F1-Bolide muss künftig nach jeder Session aus eigener Kraft an die Box kommen – eine Reaktion auf das Ausrollen von Lewis Hamilton im Kanada-Quali. Ob die FIA diese Regel auch verwenden wird, wenn dass Ausrollen nicht durch zu wenig eingefülltes Benzin verhindert wird, bleibt aber abzuwarten. Damit die Fahrer am Schluss trotzdem nicht um den Kurs schleichen, nur um die Box zu erreichen, wird für jedes Rennen eine Referenzzeit eingerichtet, die in jeder Runde erreicht werden muss. Auch hier bleibt abzuwarten, wie sich das im Falle eines Drehers beispielsweise bewähren wird.
Fazit: Grundsätzlich ist es gut, Grauzonen zu entfernen. Bei den oben genannten macht es auch Sinn. Doch man muss auch zugeben: Wenn geschickte Menschen austüfteln, wie das Reglement am besten zu umgehen sei, ohne dafür belangt werden zu können, weil der Wortlaut des Reglements schwammig formuliert ist, dann ist das auch eine Leistung, die anerkannt werden kann.


• Nicht nur die Fahrer müssen künftig in der Formel-1 (geplant ist das auch für andere FIA-Rennserien) im Besitz einer eigenen F1-Lizenz sein, sondern auch hochrangiges Teampersonal. Damit können Personen in Skandalen wie Singapur 2008 auch belangt werden und nicht (nur) das gesamte Team. Im Fall Singapur, als Renault-Verantwortliche Nelson Piquet jr. einen absichtlichen Crash aufdrängten, damit Fernando Alonso einen Sieg abstauben kann, waren der FIA die Hände gebunden. Das soll sich künftig ändern.
Fazit: Es wird sich zeigen, ob sich die Regel bewährt. Grundsätzlich ist es richtig, nicht immer gleich die komplette Mannschaft zu strafen. Andererseits wird das auch zu Streitereien führen, sollte keine gerade Linie durchgezogen werden, wann das gesamte Team und wann nur Einzelpersonen belangt werden.

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Nur wer wirklich schnell sein will läuft auf allen Vieren ;-)


MEHR | Verwarnpunkte: 0 | Forumsperren: 0
25.03.2011 22:27

off basti12(26)

747 Postings

Naja
ist nicht so kompliziert wie die Farben der Reifen

MEHR | Verwarnpunkte: 0 | Forumsperren: 0
27.03.2011 12:19

off Maximilian88(36)

115 Postings

lol da kannst du recht haben

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Nur wer wirklich schnell sein will läuft auf allen Vieren ;-)


MEHR | Verwarnpunkte: 0 | Forumsperren: 0
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