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| 28.02.2009 20:40
Lucky1992(26)
 29 Postings

| Hey,
aus gegebenen Anlass dachte ich mir, dass ich mal einen kleinen Beitrag zu dem Thema schreibe. Der Beitrag ist vor allem auf den christlichen Glauben zugeschnitten.
Grundlegendes
Schon seit der christianisierung herrscht eine radikale Ablehnung seitens der Gläubigen gegenüber der Gruppe von Menschen die Glauben, Kirche und Religion ablehnen, das öffentlich verbreiten oder nur in Köpfen ausleben. Doch dieser Hass ist nicht nur an nicht-gläubige und Heiden gerichtet, sondern auch an jene deren Glaube nicht dem ihren entspricht. Die Folgen dieses Hass sind Kriege, Feldzüge in Gottesnamen, Morde und Selbstmordanschläge. Ist es nicht der pure Wahnsinn andere Menschen zu hassen und zu töten nur weil sie nicht an etwas irrationales und unlogisches Glauben? Nehmen wir einmal an, 2 Milliarden Menschen glauben, nachdem sie einen Fantasy-Roman mit dem Titel "Der Ipod" gelesen haben an einen Ipod, der arrogant, selbstüchtig und geldgierig ist. Der Sohn des Ipods wurde von einer jungfrau geboren, an ein Kreuz genagelt und ist nach drei Tagen von den toten Auferstanden und fuhr in den Ipod-Himmel. Diese Menschen nennen sich Ipodianer. Nun nehmen wir an, es gibt noch eine andere Gruppe von 2 Milliarden Menschen, die nachdem sie einen Fantasy-Roman mit dem Titel "Der Bukkit" gelesen haben an einen Eimer, der arrogant, selbstüchtig und geldgierig ist. Der Sohn des Eimers wurde von einer jungfrau geboren, an ein Kreuz genagelt und ist nach drei Tagen ebenfalls von den toten Auferstanden und fuhr in den Eimer-Himmel. Diese Menschen nennen sich Bukkitisten. Diese beiden Gruppen von Menschen bekriegen sich seit jahrtausenden weil sie ihren Glauben als den einzig, wahren und echten durchbringen wollen. Obwohl sie ihnhaltlich ziemlich gleich (identisch) sind. Aber es gibt noch eine weitere Gruppe von Menschen. Es sind genau 1 Milliarde. Diese Menschen glauben an nichts. Sie halten es für schwachsinn an imaginäre Trugbilder zu glauben. Diese Menschen fördern die Wissenschaft, begreifen die Welt, erstellen Evolutionstheorien und führen glückliche Leben ohne das sie an eine höhere Macht glauben. Doch nicht genug das sich die beiden führenden Religionen bekriegen und verachten, haben sie sich dazu entschlossen nun neben anders-gläubigen, die wenigstens an etwas glauben, sich vor allem die ungläubigen als ihren größten Feind vorzunehmen.
Wenn man das ganze liest, hört sich das ziemlich seltsam und schwachsinnig an, doch achtet vielleicht einmal auf die parallelen.
Warum haben Gläubige ein Problem mit dem Atheismus?
Eine durchaus interessante Frage. Lehrt uns die Bibel nicht, mit ihren durchaus sinnvollen Moralvorstellungen, die Menschen zu akzeptieren? In frieden zu leben, einander zu achten und nicht Arrogant und Selbstsüchtig zu sein?
Atheismus heist selbständig zu denken. Rational zu denken, sich klar zu sein wer und was man ist und vor allem nicht auf höhere Mächte angewiesen zu sein.
Ich kann und sollte als Atheist nicht sagen, dass ich weis das es keinen Gott gibt. Ich kann es mit dem derzeitigen Stand der Wissenschaft nicht beweisen. Ich gebe nur von mir was ich beweisen kann. War es nicht die Kirche die festlegte, dass die Erbe eine Scheibe ist? Wahr es nicht die Wissensachaft die bewies, dass die Erde keine Scheibe, sondern eine Kugel ist?
Ein großes Problem der Religion ist schon lange die Wissenschaft. Die Religion lebt(e) oftmals davon das Menschen die Dinge nicht verstehen. Um hier Richard Dawkins, einen Evolutionsbiologe und überzeugten Atheisten zu zitieren: "Ich bin ein Gegner der Religion. Sie lehrt uns damit zu frieden zu sein, das wir die Dinge nicht verstehen Die Kirche benutzte oftmals die leichtgläubige und naive Art der früheren Menschheit (damals oft unter dem Einfluss von Krieg und den Glauben als einzige konstante im Leben) um sie für ihre Zwecke zu missbrauchen. Die Kirche war lange Zeit eher Geldeintrieber und Mörder als Verteiler von Moral und Anstandt. Man nehme nur den Ablassbriefhandel als Beispiel:
In der Zeit des Dreißíg-jährigen-Krieges verkaufte die Kirche besonders viele Ablassbriefe. Sie dienten angeblich dazu die Zeit im Fegefeuer zu verkürzen, oder gar je nach Geldmenge gänzlich zu unterbinden. Viele Menschen kratzten ihre letzten Ersparnisse zusammen, verkaufte ihre wertvollsten Dinge mit der Aussicht auf ein besseres leben.
Doch nun zurück zur Problematik zwischen Religion und Wissenschaft. Lange Zeit herrschte der Kreationismus (der in den USA immer noch sehr verbreitet ist, aber dazu später mehr) dieser besagt, dass Gott alles und jeden schuf. In sieben Tag. Zu einem niedrigst Lohn. Das würde man heute keinen Ein-Euro-Jobber zumuten. Durch Entdeckungen in der Wissenschaft sowie durch die Grundaussage der Evolutionstheorie nach Charles Darwin nachgewiesen werden, das sich das Leben (mit Leben ist nicht nur der Mensch und Tiere sondern auch Pflanzen und Bäume etc.) durch natürliche Selektion entwickelte. Ein großer Dorn im Auge der gläubigen. War es nun nicht mehr ihr Gott der alles erschuf sondern ein natürlicher Vorgang? Doch die gläubigen hatten dafür schnell eine neue Erklärung: Gewisse dinge konnten nicht durch zufall (natürliche Selektion und die Evolutionstheorie sind keine Zufallsprodukte!) entstanden sein. Natürlich konnten auch diese Aussagen wiederlegt werden.
Um nochmal den Wahnsinn des Glaubens vor Augen zu halten: In amerikanischen Schulen ist es üblich den Kreationismus zu unterrichten. Nachdem mehrere Lehrer die Evolutionstheorie unterrichteten, wurden sie entlassen, verfolgt und beschimpft. Ein anderes Beispiel: Ein Wanderprediger der von sich gab das "Krebskranke ihre Chemo-therapie abrechen sollen und Diabetiker ihr Insulin absetzen sollen" da er sie durch Gottes-Kraft heilen könne, entschied sich ein Atheist in den USA in jener Stadt in die der Wanderprediger bald kommen würde dagegen zu demonstrieren. Er wollte beim örtlichen Polizeiamt seine Demonstration anmelden und wurde von Polizisten damit bedroht, das sie ihn umbrigen wenn er das tun würde.
Wollen gläubige Menschen in Unwissenheit und Naivität Leben?
Anscheinend ja, dann auf die Frage wo für sie die Antwort für alles steht erhält man oftmals nur die Aussage: "Schaue in das Buch"
Ich soll eine Bibel lesen deren Texte sich wiedersprechen und erfunden sind? Warum kann ich nicht im Gegenzug auch die Antwort für alles auch in Dieter Bohlens Autobiografie finden? Ganz einfach, weil es schwachsinn ist.
Die Wissenschaft ist der größte Feind der Religon. Denn im Gegensatz zum Glauben und der Religion ist sie rational und nachvollziehbar.
Im großen und ganzen lässt sich sagen: Das Problem der Gläubigen mit dem Atheismus ist die Ignoranz, die Naivität und die Unwissenheit der Gläubigen.
Nur meine Meinung, der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen
Eure Meinung zum Thema würde mich natürlich auch interessieren.
------ "I´m a victim of my imagination"
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01.03.2009 03:06
Sduoc(30)
 51 Postings
| also erst mal zu dir manchmal kann ich echt net glauben das du 16 bist... also die Texte finde ich beide sehr gut der 1. Text scheint wenn man ihn schnell liest einfach nur eine Parodie zu sein doch wenn man den Text genauer liest merkt man das er zwar übertrieben ist aber doch völlig mit der "entwicklung" der Religion parallel ist. So nun zum 2. Text ja es ist schon echt "krank" was manche unter ihrem Glauben verstehen und wie sie versuchen ihn zu "schützten" auch gibts es hier noch ein meiner Meinung nach großes Problem und zwar das Ansehen wenn ich jetzt mit 16 aus der Kirche austreten würde (was ich Theoretisch glaub ich dürfte) würde sich das in dem kleinen Dorf in dem ich wohne innerhalb von einem Tag rumsprechen und ich würde zu einer art Außenseiter werden.
| | | 02.03.2009 17:14
Metal666(31)
 81 Postings
| Allso ich selber bin auch Atheist (jaaa ich bin offiziel aus der Kirche ausgetretten).
An Sduoc: Bei mir war es fast so wie du es beschrieben hast dem dem Dorf gerede (siehe unten). Und ja man kann mit 16 austretten (im Standesamt für ca 25 €) oder mit 14 mit einferständis der eltern.
Und merke immer wieder das Atheisten nicht wilkommen bzw sich anpassen müssen. z.b. Haben sich meine eltern geschähmt als ich ihnen sagte das ich aus der Kirche ausgetretten bin und gesagt das ich das ja nicht herumerzählen soll weil dann das ganze dorf um mich redet. (habs aber davor schon herumerzählt ).
Aber auch mit Weinachten ist das so. Ich hasse es wenn ich da mitmachen muss. Ich will keine geschenke und will auch keine hergeben, weil das ein christlicher feiertag ist. (gut was gutes hat es schon. Ich muss nicht arbeiten ).
Oder auch mit der Beerdigung. Jeder war mal auf nem friedhof, ist euch schon mal was aufgefallen. Nein? Auf jedem grab ist ein kreuz. Und ja ich rede hier von einem statlichen Friedhof wo jeder eingebudelt wird. Ich persöhnlich möchte verbrannt werden und will keinen pfarrer (den bekomm ich normal eh nicht ) haben und ich will auch kein kreuz auf meiner urne. (lieber noch ein pentagram ).
| | | 02.03.2009 19:13
Sduoc(30)
 51 Postings
| naja solange ich hier wohn werde ich wohl sicher net austreten aber wenn ich dan ma wek bin zum Studieren oder so überleg ich mir das nochmal...
| | | 19.03.2009 15:13
Lucky1992(26)
 29 Postings

| Auch wenn es nicht ganz zum Thema passt, poste ich es mal hier:
(Hab Angst das es im GB untergeht, und ein neues Thema eröffnen wollte ich auch nicht)
Klick mich, ich bin ein Link!
Ziemlich interessant wie ich finde. Bin mal gespannt wie das gläubige Menschen erklären werden. Ich denke schon wieder an Argumente wie "Dieser Bereich ist der Bereich den Gott für sich einnimmt." etc
------ "I´m a victim of my imagination"
| | | | 19.03.2009 18:28
DaWaldi
 78 Postings

| Leider scheint der Link im Moment nicht zu funktionieren. Schreib sowas doch ins Blog
---- Dieser Beitrag wurde am 19.03.2009 18:29 editiert!
| | | 24.03.2009 11:26
PoldiTampones(49)
 476 Postings
| Oh, hier liegt einiges im Argen, was euer Wissen betrifft ...
@ Lucky1992 : Atheismus und dessen Verfolgung durch Gläubige gab es schon weit vor dem Christentum, schon im alten Griechenland gab es Atheisten und einige der bekanntesten Philosophen aus dieser Zeit wurden u.a. wegen ihres Unglaubens getötet (Bekanntestes Beispiel : Sokrates)
@ Metal666 Man kann mit 14 aus der Kirche austreten, das Einverständnis der Eltern wird nicht benötigt, ab 14 trifft man alle Entscheidungen, was die Religion betrifft, alleine ... (Außer du kommst aus der Schweiz, dort stimmen deine 16 Jahre ... )
Allerdings behaupten Beamte gerne, daß man erst mit 16 oder gar 18 austreten kann, das ist aber gelogen (Christen halt ... ). In Wirklichkeit ist es genau andersrum, mit der Zustimmung der Eltern ist ein Austritt schon ab 12 möglich.
@ Wiesi86 : Auch wenn du noch keine Kirchensteuer zahlen mußt, so sorgst du mit deinem Verbleib in der Kirche doch dafür, daß diese jede Menge an normalen Steuergeldern (die u.a. auch du jetzt schon durch Mehrwertsteuer ect. zahlst) geschenkt bekommt.
1. Bekommt die Kirche für jedes Mitglied, egal wie alt, egal ob es Kirchensteuer zahlt oder nicht, ein jährliches "Kopfgeld" vom Staat bezahlt
2. zahlt der Staat (nicht die Kirche) die Löhne und Gehälter für Pfarrer, Bischöfe ect. pp. aus allgemeinen Steuergeldern ...
Und das sind nur ein paar der vielen Beispiele ...
| | | 25.03.2009 18:06
Lucky1992(26)
 29 Postings

| @PoldiTampones
Habe nicht das Gegenteil behauptet, aber du hast recht, hätte ich noch reinschreiben sollen
------ "I´m a victim of my imagination"
| | | 25.03.2009 19:18
PoldiTampones(49)
 476 Postings
| Kein Problem, ansonsten war dein Text wirklich gut ...
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