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16.02.2009 19:19
Lupe(37)
 1791 Postings
| @Kevin*
Welcher Zug um 6:55? Sehe nur einen Zug der um 7:09 in Zwiesel ankommt und um 7:13 wieder nach Grafenau fährt. Das sind die Frühpendlerzüge von Spiegelau (für Schülerzüge dürften die etwas zu früh sein).
Der um 13:03 ist ein Schülerzug. Der fährt die Frauenauer Schüler wieder zurück nach Hause. Da fahren auch die Züge nach Bodenmais mit 2 Wagen. Und die nach Plattling und Eisenstein mit 3.
Ausweichstrecke wäre in Spiegelau. Die müsste man mit neuen Weichen ausstatten, man müsste einen Funk auf der Strecke einrichten, und man müsste die Strecke Zwiesel-Spiegelau um 7 Minuten beschleunigen. Dann könnte man einen Stundentakt einführen.
---- Dieser Beitrag wurde am 16.02.2009 19:24 editiert!
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16.02.2009 19:24
Kevin*(32)
 452 Postings
| Zitat: geschrieben von Lupe @Kevin*
Ja Grafenau-Zwiesel das sind genau die beiden Züge die den Schülerverkehr zum Gymnasium nach Zwiesel bringen.
6:55 der kommt um 7:50 mit den Frauenauer Schülern in Zwiesel an.
Und der 13:03 fährt die Frauenauer Schüler wieder zurück.
Ausweichstrecke wäre in Spiegelau. Die müsste man mit neuen Weichen ausstatten, man müsste einen Funk auf der Strecke einrichten, und man müsste die Strecke Zwiesel-Spiegelau um 7 Minuten beschleunigen. Dann könnte man einen Stundentakt einführen.
ja und für des measadns eigentlich nua de brugg beim anger richten, weil do fohda grod so 5km/h wei de brugg einsturzgefährdet is... und dann kimmd de wohnregion woa entweda ned schnaia duachfohn deaf oda wo gleise a ned so guad hand...dann fohda bis af frauenau eigendlich eh relativ schnai owa dann af klingabrunn no a zeid einahoen kannd woase ned...
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17.02.2009 17:15
Kowi
 125 Postings
| Zitat: geschrieben von Lupe Der um 13:03 ist ein Schülerzug. Der fährt die Frauenauer Schüler wieder zurück nach Hause. Da fahren auch die Züge nach Bodenmais mit 2 Wagen. Und die nach Plattling und Eisenstein mit 3.
Ich hab noch NIE gesehen dass am mittag der Schülerzg nach eisenstein und Plattling mit 3 Wagons fährt! Das sind immer 2!!
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17.02.2009 17:39
Lupe(37)
 1791 Postings
| Zitat: geschrieben von Kowi Ich hab noch NIE gesehen dass am mittag der Schülerzg nach eisenstein und Plattling mit 3 Wagons fährt! Das sind immer 2!!
Komisch. Ich schon. Kann aber auch sein, das sie das in letzter Zeit geändert haben.
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18.02.2009 13:53
Kowi
 125 Postings
| Zitat: geschrieben von Lupe Komisch. Ich schon. Kann aber auch sein, das sie das in letzter Zeit geändert haben.
Wann hast du den zum letzten mal einen Zug mit 3 Wagons gesehen??
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18.02.2009 14:13
Lupe(37)
 1791 Postings
| Zitat: geschrieben von Kowi
Zitat: geschrieben von Lupe Komisch. Ich schon. Kann aber auch sein, das sie das in letzter Zeit geändert haben.
Wann hast du den zum letzten mal einen Zug mit 3 Wagons gesehen??
Am Samstag Morgen
Beim Schülerverkehr müsste es Juli gewesen sein.
---- Dieser Beitrag wurde am 18.02.2009 14:14 editiert!
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18.02.2009 19:07
Kowi
 125 Postings
| Zitat: geschrieben von Kowi Nur an einem Samstag hab ich mal gesehen, dass der Zug 3 Wagons hat! Sonst hat er IMMER nur 2!
Zitat: geschrieben von Lupe Am Samstag Morgen Beim Schülerverkehr müsste es Juli gewesen sein.
Das mit Samstag hab ich ja gesagt!
Aber ich fahre jetzt schon das 4. Jahr zur RSZ von B. Eisenstein nach Zwiesel, und es waren meines wissens und erinnerung immer nur zwei! (hatte ich auch schon geschrieben!)
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09.06.2009 22:51
Lupe(37)
 1791 Postings
| Aktuell bemüht man sich im Landkreis Regen darum, die Bahnstrecke Gotteszell - Viechtach wieder regulär zu befahren. (Waldbahn wird aktuell Europaweit ausgeschrieben)
Wenn das klappt dann hätte Viechtach, Ruhmannsfelden, Teisnach/Geiersthal und Patersdorf ab 2013 wieder regelmässigen Zugverkehr.
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09.06.2009 23:24
Wastl2
 3575 Postings MODERATOR
| versteh ich das richtig?!?! die waldbahn wechselt wieder den Besitzer?
------ Und warum? Weil i a Fuchs bin!!
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10.06.2009 08:26
Lupe(37)
 1791 Postings
| @Wastl2
Nein, das verstehtst du falsch.
Das englische Bahnunternehmen Arriva bleibt Besitzer der Länderbahn (Regentalbahn, der Vogtlandbahn, Regentalcargo, Arriva-Länderbahn-Express).
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft, die in Bayern den Nahverkehr bestellt und bezahlt, schreibt jedoch die Bahnstrecken rund um Zwiesel aus, also die "Waldbahn" (im Paket mit den Bahnstrecken rund um Cham und Regensburg-Marktredwitz). Der Vertrag soll von 2013 - 2023 gelten.
Kann also sein, das entweder Arriva/Regentalbahn sehr viele Strecken verliert und somit vermutlich auch ihren Hauptsitz in Viechtach aufgibt, oder sie gewinnt dieses Paket (wovon ich ausgehe) und ist sicher bis 2023 in der Region aktiv.
Würde Arriva die Strecken verlieren, wäre das natürlich schon ein Schlag für die Region. Den dann würde das 3. größte Eisenbahnunternehmen (zu Arriva gehören noch die Osthannoversche Eisenbahn, die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft und die Prignitzer Eisenbahn) mit über 400 Mio Euro Umsatz und über 3.500 Mitarbeiter (natürlich nur ein Bruchteil davon im LK Regen) seinen Stammsitz sicherlich verlagern.
---- Dieser Beitrag wurde am 10.06.2009 08:34 editiert!
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12.06.2009 20:09
Lupe(37)
 1791 Postings
| Es wäre eine Fahrzeit von 40 - 35 Minuten zwischen Gotteszell und Viechtach möglich.
Von Viechtach aus wäre man in Deggendorf wäre man in 60 Minuten, in Plattling und Zwiesel wäre man in 70 Minuten. Alle 2 Stunden, jeden Tag, und in Zwiesel und Plattling mit Anschluss in alle Richtungen inklusive ICE.
Aber das alles ist ja gerade in der politischen Diskussion. Ebenso wie ein Stundentakt zwischen Zwiesel, Frauenau, Spiegelau und Grafenau. Sowie eine Ausweitung der Betriebsstunden. Die Änderungen würden dann im Dezember 2013 wirksam werden.
PS:
Klar ist man mit dem Auto schneller. Aber mit dem Bus braucht man heute gut doppelt so lang und das nur ein paar Mal am Tag und am Wochenende praktisch gar nicht.
---- Dieser Beitrag wurde am 12.06.2009 20:23 editiert!
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13.06.2009 05:25
Snowstorm(38)
 928 Postings
| Die Frage ist zudemmal wieviel Geld in die Strecke investiert werden muss, da ich mal denke, einiges an Signalanlagen etc nicht mehr so den Dienst machen werden wie in Lebzeiten
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13.06.2009 13:35
Lupe(37)
 1791 Postings
| Zitat: geschrieben von Hanse!! 1. es rentiert se ned das schienen verlegt weand und neue linien baut weand, weil des a riesen minus geschäft is. nur fia des das jedn samsda 3 frauenauer um 2 in da fria midn voll suff hoamfohn kinnand do wos bewegen is doch a käse.
Du weißt schon das die Schienen von Gotteszell nach Viechtach seit 1890 liegen und seit dem regelmässig befahren werden?
Zitat:
2. warum soedns des in so an kaff wia bei uns mocha, i woas ned obs es des scha midgriagt habts das die bahn ned grod in geld schwimmt, sondern um oesend kämpft desweng is ja a so teuer des zugfohn.
Es geht nicht um die Bahn, sondern um die Bayerische Eisenbahngesellschaft (=> Freistaat; Besteller und Bezahler der Züge), sowie die Regentalbahn (=Besitzerin der Strecke). Die Deutsche Bahn (Gewinn 2008: 2,5 Mrd Euro) hat damit absolut nichts zu tun.
Zitat: 3. bei uns fohnd e ole schwoaz
Dagegen gibts ein einfaches Mittel: Kontrollen.
@Snowtom
Die Strecke ist laut einem Lokführer in gutem Zustand. Signalanlagen und Weichen werden nicht benötigt, da sich auf der Strecke nur ein einziges Fahrzeug sich bewegt. Einziges Signal ist in Gotteszell und das wird zentral aus Zwiesel gesteuert.
Und wieso "Lebzeiten"? Die Strecke wird jeden Tag von mehreren Zügen befahren. Sie "lebt" also durchaus noch. Nur wird sie eben nicht von Personenzügen, sondern von Güterzügen und leeren Waldbahnen befahren.
---- Dieser Beitrag wurde am 13.06.2009 14:13 editiert!
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17.06.2009 19:12
flexo(29)
 13 Postings
| I find ma soiad in viechtach an bahnhof baun
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17.06.2009 19:26
Lupe(37)
 1791 Postings
| @Felxo
Wieso sollte man einen 2. Bahnhof in Viechtach bauen.
Der hier sieht doch noch ganz gut aus:
Bahnhof Viechtach
Der Bahnhof wird übrigens von 28. Juni bis Mitte September an jeden Oktober im Personenverkehr bedient. (Der Verein Wanderbahn im Regental würde sich sicher über jeden Mitreisenden freuen).
---- Dieser Beitrag wurde am 17.06.2009 21:54 editiert!
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18.06.2009 10:33
chuteman(30)
 1094 Postings

| 12 Euro für Hin - und Rückfahrt von Gotteszell nach Viechtach, ja ganz toll...
------ ... und die Welt ist bunt =)
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18.06.2009 18:01
Lupe(37)
 1791 Postings
| @chuteman
Das sind Preise für eine MUSEUMS-Eisenbahn. Da gehts um die Fahrt in einem historischen Schienenfahrzeug nicht um die Fahrt von A nach B. Von daher sind dort die Preise meist deutlich höher als im regulären Verkehr.
Gotteszell-Viechtach würde regulär einfach 3,70 Euro kosten und ein Tagesticket (Bayerwaldticket) 7 Euro.
PS:
Wobei ich persönlich jetzt 12 Euro gegenüber 7 Euro gar nicht mal soviel teuerer empfinde. Den das 7 Euro-Ticket ist vom Steuerzahler subventioniert, der Museumsverkehr muss sich selbst tragen.
---- Dieser Beitrag wurde am 18.06.2009 18:04 editiert!
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18.06.2009 20:47
chuteman(30)
 1094 Postings

| Joa, aber so jemand wie ich hat kein Interesse am Museumsverkehr, wohl aber z.b. an einer Möglichkeit, zum Viechtacher Bürgerfest ohne Auto zu kommen?
Oder in die Arbeit nach Viechtach? wer weiß?
------ ... und die Welt ist bunt =)
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18.06.2009 20:54
Lupe(37)
 1791 Postings
| @chuteman
Eben genau deswegen gibts ja die Bemühungen, das man die Strecke Gotteszell - Viechtach wieder regulär im Personenverkehr bedient. Jeden Tag und jede (zweite) Stunde.
Am Samstag wird extra für die zuständigen Politiker eine Probefahrt mit Vorträgen geben. Hoffen wir mal das da was draus wird.
---- Dieser Beitrag wurde am 18.06.2009 21:04 editiert!
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21.06.2009 14:15
Snowstorm(38)
 928 Postings
| Rund 70 politische Entscheider der Region haben am späten Samstagnachmittag an der Info-Fahrt des Vereins "Wanderbahn im Regental" teilgenommen. Erklärtes Ziel der Verantwortlichen ist die Wiederaufnahme eines regulären Bahnverkehrs auf der bestehenden Strecke zwischen Viechtach und Gotteszell-Bahnhof im Landkreis Regen. Zur Begeisterung der Vereins-Verantwortlichen sagten dabei die Mandatsträger der Region, Staatsminister und örtlicher Abgeordneter Helmut Brunner und MdB Ernst Hinsken, ihre Unterstützung zu. Landrat Heinz Wölfl forderte alle Gemeinderäte auf, in Resolutionen die Wiederbelebung der Strecke zu fordern. Er wolle im Kreistag Gleiches anstreben.
Quelle: PNP
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21.06.2009 15:43
Lupe(37)
 1791 Postings
| Rund 70 Gäste? Plus die Veranstalter... Das dürfte kuschlig in einer Waldbahn geworden sein. Die haben ja mit Klappsitzen zusammen nur 76 Sitzplätze.
Was die Region auch noch zusammenschweissen könnte ist: Der Bahnstandort Viechtach mit ca. 100 Arbeitsplätzen steht komplett auf dem Spiel! In Plattling könnte nächstes Jahr eine neue Werkstatt einer anderen Firma gebaut werden, wo die Waldbahnen gewartet werden können, und Arriva, der Besitzer der Regentalbahn will seine Deutschlandzentrale verlegen. Ohne eine Aufnahme des Personenverkehrs wäre die Strecke also in ein paar Jahren nicht mehr da und Viechtach dürfte diese Arbeitsplätze verlieren.
---- Dieser Beitrag wurde am 22.06.2009 06:20 editiert!
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22.06.2009 13:08
plattenman(37)
 304 Postings
| Zitat: geschrieben von Lupe Rund 70 Gäste? Plus die Veranstalter... Das dürfte kuschlig in einer Waldbahn geworden sein. Die haben ja mit Klappsitzen zusammen nur 76 Sitzplätze.
Was die Region auch noch zusammenschweissen könnte ist: Der Bahnstandort Viechtach mit ca. 100 Arbeitsplätzen steht komplett auf dem Spiel! In Plattling könnte nächstes Jahr eine neue Werkstatt einer anderen Firma gebaut werden, wo die Waldbahnen gewartet werden können, und Arriva, der Besitzer der Regentalbahn will seine Deutschlandzentrale verlegen. Ohne eine Aufnahme des Personenverkehrs wäre die Strecke also in ein paar Jahren nicht mehr da und Viechtach dürfte diese Arbeitsplätze verlieren.
genau ...
und dann können die studenten auf dem neuen radweg der auf den ehm. gleisen entsteht in die fh teisnach fahren !!!
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22.06.2009 13:22
plattenman(37)
 304 Postings
| 4) Urlauber und Touristen
Die touristische Attraktivität der Region Bayerischer Wald hängt entscheidend von der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln ab. Für längere Urlaubsaufenthalte ebenso wie für einmalige Events und Konzerte. Anfragen von Gästen der Wanderbahn belegen dies. Wie schon früher setzen fortschrittliche Gemeinden im Bayerischen Wald verstärkt auf Urlauber, die mit der Bahn anreisen.
5) Schüler und Studenten
Die Aufnahme des Betriebs der Fachhochschule Teisnach ab 2009 und die Erfahrungen der FH Deggendorf zeigen eine ständig wachsende Zahl an Studenten. Viele von ihnen werden ihren Wohnort im Bayerischen Wald im Einzugsbereich der WALDBAHN haben. Erfahrungsgemäß bevorzugt der Personenkreis den öffentlichen Nahverkehr. Der ansonsten deutlich erhöhte Pkw-Verkehr in Teisnach und den Nachbarorten kann also vermieden bzw. deutlich reduziert werden.
6) Preisbewusste Familien
Nicht wenige Bürger nutzen heute Angebote der Bahn, wie z.B. das Bayernticket. Bereits für 28 Euro können so fünf Personen preiswert im Regionalverkehr durch ganz Bayern fahren. Auf dem Weg z.B. nach München oder Passau wäre die bisherige extra zu bezahlende Anreise mit dem Auto bis Gotteszell oder Plattling also schon im Preis mit drin.
7) Ältere Bürger
Die demografische Entwicklung immer mehr älterer Bürger erfordert ein leistungsfähiges Netz des ÖPNV auch in der Region Viechtach/Teisnach. In Zukunft wird es zunehmend öfter nötig sein, zum Arzt in die nächste größere Stadt zu fahren. Aber womit, wenn man kein eigenes Auto mehr nutzen kann? Bahnanschluss ist daher eine wichtige soziale Frage und ein Gebot vorausschauender Lokalpolitik!
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22.06.2009 13:25
plattenman(37)
 304 Postings
| So fahren die Züge im Takt.
Ausgerichtet am aktuellen Fahrplan der WALDBAHN wird für die Bahnstrecke Gotteszell – Teisnach – Viechtach ein Zweistundentakt vorgeschlagen. Zum Umstieg in Gotteszell besteht bereits ein moderner Bahnsteig, wo Reisende aus Richtung Viechtach/Teisnach auf kurzem Weg schnell in Züge der WALDBAHN wechseln können. Dazu müssen Züge aus Viechtach/ Teisnach zur Minute ‘15 ankommen und zur Minute ‘35 in Richtung Teisnach/Viechtach zurück fahren.
Reisende von und nach Deggendorf/Plattling haben so nur wenige Minuten Wartezeit. Reisende von und nach Zwiesel bzw. Bayerisch Eisenstein müssen etwa 15 Minuten auf ihren Anschlusszug warten. Ein Taktfahrplan mit Zügen alle zwei Stunden umfasst täglich je neun Fahrten und könnte - angepasst an den Fahrplan 2009
Unterwegs halten Züge an allen anderen Stationen wie z.B. in Ruhmannsfelden, Patersdorf, Gumpenried-Asbach nur auf Anforderung der Fahrgäste. Bisher verkehren die Züge der WALDBAHN nur zwischen Zwiesel und Grafenau alle zwei Stunden, sonst stündlich. Ein Einstundentakt zwischen Gotteszell und Viechtach erfordert aber bereits ein zweites Fahrzeug und die Signalisierung der Gleise in Teisnach.
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22.06.2009 13:26
plattenman(37)
 304 Postings
| So vorteilhaft sind die Anschlüsse.
Die Gesamtreisezeit beträgt einfach 45 Minuten. Für nur etwa 30 Minuten braucht es folgende Maßnahmen:
+ spurtstarke Triebwagen einsetzen,
+ Bahnübergänge mit Halbschranken sichern,
+ einzelne Feldwegübergänge auflösen,
+ zulässige Streckenhöchstgeschwindigkeit erhöhen,
+ Tunnelquerschnitt (bei Teisnach) vergrößern.
Für die neun Zugpaare pro Tag wird nur ein Triebwagen zusätzlich benötigt. Heute verkehren auf der WALDBAHN insgesamt 14 moderne Fahrzeuge der Bauart RS1. Der gezeigte Fahrplan ist ideal geeignet für die Herstellung von Anschlussverbindungen in Plattling. Von der WALDBAHN kann direkt in ICE nach Wien und Frankfurt/Hamburg sowie in Regionalbahnen Richtung München umgestiegen werden. Die schnellen Züge treffen jeweils zur vollen geraden Stunde, also z.B. gegen 12 und 14 Uhr in Plattling ein bzw. fahren dort ab.
Längerfristig in Betracht kommt auch ein Flügelzugkonzept. Wie heute schon bei der Bayerischen Oberlandbahn und bei der S-Bahn München praktizierter Alltag könnten Züge der WALDBAHN in Gotteszell auseinandergekuppelt werden. Ein Zugteil fährt dann weiter Richtung Teisnach/Viechtach. In umgekehrter Richtung genauso. Vorteil für Reisende aus/in die Region Viechtach: Sie können ab Plattling im Zug sitzen bleiben und müssen in Gotteszell nicht umsteigen. Die technischen Voraussetzungen sind im Augenblick aber nicht gegeben, da die Signaleinrichtungen in Gotteszell einen derartigen Betrieb noch nicht zulassen. Im Übrigen erlaubt der gezeigte Fahrplan, dass bedarfsweise auch zusätzliche Züge, wie zum Beispiel notwendige Fahrten zur Werkstatt oder Ausflugszüge verkehren können.
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22.06.2009 13:27
plattenman(37)
 304 Postings
| Immer mehr Güterverkehr!
Seit 1994, als die Deutsche Bahn den Güterverkehr auf den Schienen im Bayerischen Wald deutlich reduzierte, gelten neue Regeln. Lange Züge mit einheitlicher Ladung sind nun gefragt. Dafür stehen inzwischen über 200 Wettbewerber bereit. Ob Betonteile, Stammholz oder Granit. Alles was im Umfang von mehr als 500 Tonnen Fracht auf einmal anfällt, ist ideal für so genannte Ganzzüge. Besonders private Bahnbetreiber sind inzwischen in halb Europa unterwegs.
Zwischen Gotteszell und Viechtach befindet sich in Prünst ein sehr großer Granitsteinbruch. Von hier aus wurde schon wiederholt Schotter für Gleisbaustellen verladen. Mit einem einzigen Zug lassen sich so bis zu 50 Lkw-Fahrten durch die Orte einsparen. Ein anderes Unternehmen in Eging ist gezwungen, Schotter für die Bahn auf der Straße bis nach Vilshofen oder in den Deggendorfer Hafen zu befördern. Nicht gerade umweltfreundlich! Früher war am Prünster Werk die Regentalbahn beteiligt. Heute möchten andere private Unternehmen deren Bahnlinie regelmäßig nutzen. Zur Bereithaltung ist die Regentalbahn AG verpflichtet.
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22.06.2009 13:27
plattenman(37)
 304 Postings
| Bald wieder Touristikzüge!
Die Idee, Touristen in eigenen Zügen in die Ferienregionen des Bayerischen Waldes zu bringen, ist nicht neu. Schon in den 1930er Jahren begann das, was nach dem Krieg in den 1970er Jahren seine Blüte erfuhr. Der günstige Betrieb des eigenen Pkw und eine unflexible Deutsche (Bundes-)Bahn verdrängten diese populäre und beliebte Reisemöglichkeit.
Nun im Zeitalter hoher Benzinpreise und komfortbewusster älterer Feriengäste ist es Zeit, die Idee der Touristikzüge wieder aufleben zu lassen. Nach einer Pressemeldung wird das die Marktgemeinde Bodenmais ab 2009 tun. Die Idee ist simpel: Regelmäßige Sonderzüge quer durch Deutschland bringen Gäste auf direktem Weg schnell und ohne viel Umsteigen zum Zielort in den Bayerwald. Früher gab es auch durchgehende Sonderzüge nach Viechtach. Nun wäre es an der Zeit, für einen sanften Tourismus mit “Urlaub von Anfang an” zu sorgen. Das Foto von 1990 zeigt einen der zahlreichen Sonderzüge mit zwölf Wagen und über 1000 Fahrgästen unterwegs bei Ruhmannsfelden.
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22.06.2009 13:28
plattenman(37)
 304 Postings
| Warum schnelles Handeln wichtig ist.
Wichtige Entscheidungen stehen im Jahre 2009 an. Die Verkehrsleistungen auf dem gesamten Schienennetz der WALDBAHN werden nach 1996 neu ausgeschrieben.
Damit bietet sich die einmalige unwiderrufliche Möglichkeit, ergänzend auch Schienenpersonennahverkehr (SPNV) auf dem Teilstück Gotteszell – Teisnach – Viechtach durch den Freistaat Bayern beauftragen zu lassen.
Alle Städte und Gemeinden entlang der bestehenden Bahn profitieren von "ihrer" WALDBAHN in entscheidender Weise, ohne dass dies für sie selber Kosten verursacht!
Notwendig ist lediglich der gemeinsame politische Wille, der über lokale Interessen hinaus bei der Bayerischen Staatsregierung deutlich vorzubringen ist. Gegenüber dem Freistaat Bayern ist unverzüglich darauf zu drängen, dass eine Bestellung von SPNV-Leistungen auf der Strecke Gotteszell – Viechtach (ab Dezember 2013) erfolgt.
Hierfür ist zu erreichen, dass das Wirtschaftsministerium die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) anweist, in der jetzt bevorstehenden Ausschreibung des so genannten WALDBAHN-Netzes neue Verkehrsleistungen der Strecke Gotteszell – Viechtach mit täglichem Taktverkehr und modernen Triebwagen aufzunehmen.
Sollten sich die Vertreter der verschiedenen Kommunen aus parteipolitischen Gründen nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen können, zahlen die Bürger der Region Viechtach/Teisnach die Zeche für diese Rückständigkeit
Welche Alternativen es gibt.
Erste Alternative ist die Beauftragung von SPNV durch den Freistaat zunächst nur einer Teilstrecke von Gotteszell bis Teisnach. Mit der Option, zu einem späteren Zeitpunkt die Bestellung von Zügen bis Viechtach zu erweitern. Dies ist gängige Praxis der BEG, bestellte Verkehrsleistungen während der Laufzeit flexibel zu ändern und zu erweitern, um auf unerwartete Fahrgastnachfrage zu reagieren.
Zweite Alternative ist, dass die Gemeinden einfach selber als Besteller auftreten. Die Kosten lassen sich derzeit nicht genau abschätzen. Dennoch ein Vergleich: Bei früheren Ausschreibungen im Jahre 2000 betrugen nach Angaben des Bayerischen Wirtschaftsministeriums die vereinbarten Kosten des SPNV in Bayern rund 10 Euro pro gefahrenen Kilometer. Enthalten sind Investitions- und Betriebskosten, auch die Beschaffung und Instandhaltung entsprechender Fahrzeuge ebenso wie Personal- und Energiekosten. Demgegenüber stand ein Erfahrungswert von ca. 4 Euro/km an durchschnittlichen Fahrgeldeinnahmen (bayernweit). Mit ungedeckten Kosten von rund 6 Euro/km errechnet sich so für die Strecke Gotteszell – Teisnach eine jährliche Summe von 6 Euro/km x 65.000 km = 390.000 Euro.
Bei Beauftragung der Regentalbahn AG lässt eine Reihe von Effekten (Mitnutzung Fahrzeug und Werkstätte, eigener Fahrweg) deutlich niedrigere Kosten erwarten. Dazu bedarf es eines aber eines detaillierten Angebotes. Hierbei ist in Anrechnung zu bringen, dass Triebwagen zum Zweck von Wartungsarbeiten meist täglich leer zwischen Gotteszell und Viechtach ungenutzt hin- und herfahren. Der Aufwand ist bereits im Betrieb des WALDBAHN-Netzes einkalkuliert.
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22.06.2009 13:28
plattenman(37)
 304 Postings
| Eine besondere Eisenbahn ...
Bereits 1889, vor 120 Jahren hatte ein eigens gegründetes Komittee die Konzession zum Bau einer neuen Bahnlinie von Gotteszell nach Viechtach erhalten. Das galt in Bayern für eine Nebenbahn als revolutionär, denn es gab und gibt bis heute kaum echte Privatbahnen. Mit etwas Unterstützung aus Deggendorf packte man es schnell an. Die bereits 1890 eröffnete Bahnlinie erwies sich als wirtschaftlicher Erfolg. Gelang es jetzt, die Produkte der Teisnacher Papierfabrik in alle Welt zu versenden. Aber auch Viechtach blühte dank der Bahn sichtbar auf. Viele Waren, besonders für die Land- und Forstwirtschaft, hatte die Eisenbahn hierher gebracht. Umgekehrt transportierte sie riesige Mengen von Granit- und Quarzschotter weg. Natürlich fuhren auch sehr viele Menschen mit “ihrer” Regentalbahn.
1928 schaffte man es mit Mühe, die Strecke von Viechtach nach Blaibach zu verlängern, um Anschluss Richtung Cham und Lam zu erhalten. Die Zahl der Reisenden erhöhte sich ebenfalls und erreichte den Höchststand nach dem Krieg. Im II. Weltkrieg fuhren hier viele Züge quer durch den Bayerischen Wald, weil die großen Bahnhöfe entlang der Donau längst alle bombardiert und zerstört waren.
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22.06.2009 13:29
plattenman(37)
 304 Postings
| ... mit vielen Höhen und Tiefen.
Gleich nach dem Krieg musste die Regentalbahn im Auftrag der amerikanischen Besatzer für die Reichsbahn aushelfen und Züge weit über die eigene Bahnlinie hinaus befördern. Später, als wieder reguläre Verhältnisse eingekehrt waren, drohte neues Ungemach. Die Planung sah einen neuen hoch aufgestauten Bayerwaldsee vor, in dessen Fluten die Bahnstrecke großteils versunken wäre. Daneben hatte der Vorstand der Bahn die Idee, die Bahnlinie elektrifizieren zu lassen. Auch das Projekt misslang. Obwohl der Verkehr für Güter immer größer wurde. Die Strecke war bis Anfang der 1970er Jahre von vielen Frachten benützt worden, die auf dem Weg zwischen Franken und Bayerischer Wald hin- und hergefahren wurden. Im Personenverkehr machte sich zunehmend der Tourismus positiv bemerkbar. Täglich in den Sommermonaten gab es einen zusätzlichen Zug.
Wenig weitsichtig stellte ein ehemaliger Vorstand dann im Jahre 1991 den Personenverkehr komplett ein. Hintergrund war das Drängen der Deutschen Bundesbahn und des Freistaats Bayern, dass die Regentalbahn AG mit ihren Triebwagen nun Leistungen auf DB-Strecken übernehmen sollte. Bereits 1992 begann die “Lohnkutscherei” auf der Strecke von Cham nach Waldmünchen. Ein Jahr später folgten die Zweigstrecken von Zwiesel nach Bodenmais und Grafenau. Dafür hatten die Viechtacher, Teisnacher und alle anderen Anwohner einen hohen Preis zu bezahlen. Kein Reisezug verkehrte mehr. Auch legte man die Gleise zwischen Viechtach und Blaibach still und entfernte sie. Seit das Unternehmen 1996 moderne Triebwagen für das Netz der WALDBAHN beschaffte, kann die Verbindung nach Gotteszell weiter für Fahrten zur Werkstätte in Viechtach genutzt werden. Seit 1991 veranstaltet die Wanderbahn im Regental hier Ausflugsfahrten mit großem Erfolg.
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