Onkelz
geschichte
Kevin Russell
Geb.: 12.01.64 in Hamburg-Rahlstedt
Grösse: 1,85 m
Instrument: Gesang
In der Band seit: 1980 (Gründung)
Beruf: Schiffsmechaniker
Stephan Weidner
Geb.: 29.05.63 in Alsfeld
Größe: 1,80 m
Instrument: Bass, Gesang, Akustik Gitarre
In der Band seit: 1980 (Gründung)
Beruf: -----
Matthias "Gonzo" Röhr
Geb.: 16.04.62 in Frankfurt-Bockenheim
Größe: 1,87 m
Instrument: Gitarre
In der Band seit: 1981
Beruf: Universalfräser
Peter "Pe" Schorowski
Geb.: 15.06.64 in Hösbach
Größe: 1,79 m
Instrument: Schlagzeug
In der Band seit: 1980 (Gründung)
Beruf: Schweißer
Andreas "Trimmi" Trimborn
Trimmi, der Beste Freund der Band
1985/86 traf Kevin Trimmi in einer Kneipe. Trimmi war der witzigsteTyp dem Kevin je begegnet ist. Trimmi war zu der Zeit 19 Jahre alt,langhaarig und immer gut gelaunt. Er wurde nicht nur der besteFreund der Band, sondern auch einer der wichtigsten Menschen in Kevins Leben.
Trimmis Tod
Es war am 15.6.90, Pe´s 26er Geburtstag, als die deutsche Fußball Nationalmannschaft bei der WM in Italien 5:1 gegen Saudi-Arabische-Emirat gewann. Nach dem Spiel wollte Kevin noch ins Speak Easy (Sachsenhausen), wozu Trimmi jedoch absolut keinen Bock hatte. Nach einer Zeit schaffte Kevin es Trimmi zu überreden doch mitzukommen. Im Speak Easy angekommen gab Trimmi erst mal jedem ein Bier aus, dies machte er öfter wenn er gut gelaunt war und Geld hatte. Nach ein paar Bier musste Trimmi -wie jeder Mensch- pissen gehen. Aufm Klo traf er Auge, der schon leicht angetrunken vor der Pissrinne stand. Aus der Toilette hinter den beiden kamen komische Geräusche, wie als würde sich jemand eine Line reinziehen. Auge, der schon längere Zeit an der Pissrinne verbracht hatte war natürlich als erster fertig.
Als dieser schon fast wieder in der Bar war, drehte er sich noch mal um, und sah wie Trimmi von einem Assozialen-Bundeswehr-Zeitsoldaten brutal niedergestochen wurde. Trimmi konnte sich befreien und rannte blutend auf Auge zu. Er schrie Auge an, dass er etwas tuen solle. Auge rannte ins Klo und wurde fast selber zum Opfer. Im Speak Easy brach Chaos aus. Nach ein paar Minuten kam Stefan Winter ins Klo gestürzt und schlug mit Auge zusammen auf das Arschloch ein und schlugen ihm dabei das Ohr ab. Das Arschloch schaffte es irgendwie sich zu befreien und im Chaos, dass im Speak Easy herrschte, zu flüchten. Währenddessen saß Kevin weinend, mit Trimmi in den armen auf der Straße. Als der Krankenwagen kam war es bereits zu spät: Trimmi verblutete in Kevins Armen.
Der Freispruch des Täters
Auge brauchte keine 48 Stunden um herauszufinden wer der Wichser war und wo er wohnte: Roland Kruse, hieß das Riesen-Arschloch, welches Trimmi umgebracht hatte. Bereits am Sonntag nach der Tat stellte sich die dumm Sau der Polizei und kam dann auch bald vor Gericht. Stephan war der einzige aus der Band, der im Gericht erschien. Doch leider hat Roland Kruse, das Arschloch, keine Strafe bekommen, obwohl er schon mehrmals Vorbestraft war (wegen gefährlicher Körperverletzung, Raubüberfall etc.). Außerdem war er der Sohn eines hohen Bundeswehroffiziers, was natürlich einen guten Eindruck machte. Das Urteil hatte aber auch einiges mit den Böhsen Onkelz zu tun: Sie wurden als Gewaltbereit eingestuft, was wohl als Entschuldigung für den Angeklagten diente. Roland Kruse, der Ficker behauptete, das Trimmi ihn mit dem Bierkrug bedroht hätte.
Die Wahre Geschichte der Böhsen Onkelz:
Gegründet wurden die Böhsen Onkelz am 25.Dezember 1980 in Frankfurt. Von Beginn an dabei: Sänger Kevin Russell (16), Bassist Stephan Weidner (17) und Schlagzeuger Peter 'Pe' Schorowsky (16).Viele Leute fragen sich bestimmt wie man auf den Namen BÖHSE ONKELZ kommt. Also, die drei Bandmitglieder liefen eines Abends durch die Straßen und sahen ein paar Kinder die mit einem Schlitten einen Berg hinabfuhren. Als diese Kinder die Jugendlichen sahen riefen sie : Guck mal da, die bösen Onkels... Na ja so war das damals..... Ein halbes Jahr später komplettierte Gitarrist Matthias 'Gonzo' Röhr die Band. Ab Mitte 1981 spielten die Onkelz erste Konzerte in diversen Frankfurter Punk- und Independent-Clubs. Etwa zeitgleich nahm die Band die bis heute umstrittenen Demotapes auf, auf denen u.a. die Songs 'Türken raus' und 'Deutschland den Deutschen' zu hören sind. Diese Kassetten fanden als Raubkopien weite Verbreitung unter rechtsgerichteten Jugendlichen, fortan zählten die Onkelz als 'Fascho-Combo'. Die Gründe für die ausländerfeindlichen Texte erklärte Weidner später wie folgt: "Die Texte waren eine Dummheit, aber damals eine Reaktion auf unsere Straßenerfahrung. Wir sind damals fast täglich mit türkischen Jugendgangs in Schlägereien verwickelt worden."1983 wandten sich die Onkelz von der sich ihrer Meinung nach zu sehr ans Establishment annähernden Punk-Szene ab und orientierten sich am - so Weidner - "ungebremsten Underground", den Skinheads. Im Jahr darauf veröffentlichte die Frankfurter Band ihr Debütalbum 'Der Nette Mann' beim Punklabel Rock-O-Rama. Da sich auch die Skinhead-Szene immer stärker politisierte, kehrten die Onkelz auch ihr wieder den Rücken. 1985 erschien 'Böse Menschen - Böse Lieder' sowie das Minialbum 'Mexiko'. Die Onkelz gaben erste Konzerte außerhalb von Frankfurt, sie spielten u.a. in London und Berlin. Eine ihrer Berliner Shows wurde vom ZDF für das Fernsehspiel 'Zakarbata' aufgezeichnet. Anfang 1986 wurde 'Der Nette Mann' wegen "pornographischer, nationalsozialistischer und gewalttätiger Tendenzen" auf den Index gesetzt. Die Onkelz distanzierten sich mehr und mehr von den politischen Aussagen ihrer frühen Texte, verließen Rock-O-Rama, weil dort immer mehr rechte Bands unter Vertrag genommen wurden, und wechselten zu Metal Enterprises (Vertrieb: Bellaphon). Auch das äußere Erscheinungsbild der vier Musiker änderte sich in jenen Tagen: Die Haare wurden länger, die Skinhead-Texte verschwanden vollends, zudem sprachen sich die Onkelz erstmals gegen Rassismus und Gewalt aus. Ein Jahr später erschien 'Onkelz Wie Wir...', im Jahr danach das Album 'Kneipenterroristen' und die Maxisingle Lügenmarsch'. Das Album avancierte zum ersten großen Verkaufserfolg und ging bis heute mehr als 250.000 mal über die Ladentische. Auch die Presse begann sich kritisch mit der Band auseinander zusetzen. Der bayerische Verfassungsschutz attestierte den Onkelz, sich vollends von der Skinhead-Szene losgesagt zu haben. Nach dem Album 'Es ist soweit' verließ die Band Metal Enterprises, da auch dieses Label immer mehr rechtslastige Formationen unter Vertrag nahm, und unterschrieb einen neues Kontrakt bei Bellaphon.1991 erschien 'Wir ham noch lange nicht genug' sowie mit 'Live in Vienna' ein Konzertmitschnitt aus Wien. Das dazugehörige Musikvideo war jahrelang eines der meistverkauften Musikvideos in Deutschland.1992 erschien 'Heilige Lieder', die dazugehörige Tournee musste abgebrochen werden, da im Zusammenhang mit ausländerfeindlichen Übergriffen in Rostock und Mölln die Presse Stimmung gegen die Onkelz macht. Die Musiker beendeten daraufhin ihren Interviewboykott und stellten sich den Fragen in TV-Shows wie 'Bei Bio' oder 'Na und?'. Außerdem engagierte sich die Band zunehmend für Greenpeace und deutsche Gewerkschaften. Erstmals machten sich nun auch Prominente wie Wolfgang Niedecken, Alice Schwarzer oder Daniel Cohn-Bendit für die Onkelz stark.1993 gelang mit den zeitgleich veröffentlichen Werken 'schwarz' und 'weiß' zwei Chartnotierungen (Platz 10 & 12).Gemeinsam mit Seargant Fury und Thunderhead spielten die Onkelz auf einem Rock-gegen-Rechts-Konzert. Ein Auftritt in Bad Berleburg unter dem Motto 'Rock gegen Gewalt und Ausländerfeindlichkeit', dessen Einnahmen einem Asylantenheim zugute kommen sollte, wurde dagegen verboten. Im gleichen Jahr schalteten die Onkelz Anzeigen in deutschen Publikationen, in denen sie sich gegen rechten Terror, Rassismus , Gewalt gegen Ausländer und Intoleranz stark machen. Die Band erklärte: "Wir wissen, daß unsere Wandlung in der Öffentlichkeit auf Skepsis und Misstrauen stößt. Aber wir haben aus unseren Fehlern gelernt und hoffen auf eine faire Chance." Etwa zeitgleich leitete die Gruppe rechtliche Schritte gegen Metal Enterprises ein, die ihrer Meinung nach die kontroverse Diskussionen um die Band zu eigenen kommerziellen Interessen nutzt. In ihren Konzerten wichen die Onkelz niemals einer Konfrontation mit militanten Skins aus. Wer in irgendeiner Form rechtsradikale Gesinnung zu erkennen gab, flog raus.1995 endete mit dem Best Of Album 'Gehasst - Verdammt - Vergöttert' der Vertrag mit Bellaphon. Die Onkelz wechselten zur Major-Company Virgin. Trotz Boykotts großer Musik-Ladenketten wie WOM und Karstadt erreichten die Virgin Alben 'Hier sind die Onkelz', 'E.I.N.S.' und 'Live in Dortmund' hohe Chartplatzierungen und Goldauszeichnungen. 1998 war es dann mal wieder so weit: Erst die 'Maxi Terpentin', welche in die Charts einschlug und Spitzenplatzierungen brachte und knapp einen Monat später das neue Studio - Album 'Viva los tioz' ( spa.: Es leben die Onkelz ), das es bis auf Platz 1 ! der deutschen Media-Control-Charts brachte. Trotzdem war nicht Ruhe im Hause der Onkelz. Ihre alte Plattenfirma Bellaphon brachte zuerst die Maxi zu 'Nur die besten sterben jung' raus, dann auch noch eine Best of CD, ' Buch der Erinnerung ', welche die Onkelz gerichtlich vom Markt geschafft haben. Außerdem gab es eine Tour '98 , welche fast komplett ausverkauft war und ein Mega Erfolg war ! Da die Maxi und das neue Album so gut verkauft wurden, lösten sich einige Geschäfte von ihrem Boykott, z.B. Karstadt, um wieder fett Kohle zu machen ( siehe Text zu Danke für nichts: gepusht wird was verkauft, schließt das uns ein? ).Das Thema Onkelz wird damit wohl noch nicht abgeschlossen sein und der Mythos wird bestimmt noch lange weiterleben...
Songtexte:
http://www.vwgolfrulez.de/htm/BoehseOnkelz4.html